Rechtsanwälte Fachanwälte Steuerberater - RKKM - Berlin Prenzlauer Berg und Dresden - Berlin Prenzlauer Berg
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14.07.2010
Mietrecht
Wiederkehrende Abrechnungsfehler in Betriebskostenabrechnungen

RKKM Rechtsanwälte Fachanwälte Steuerberater
Berlin Hamburg Dresden Brandenburg

FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Betriebskostenabrechnung, wiederkehrende Fehler, Präklusion

Der BGH hat Stellung genommen zu der Frage, inwieweit Einwendungen, welche sich auf wiederkehrende Fehler in Betriebskostenabrechnungen beziehen, jeweils zu wiederholen sind, um einer Präklusion vorzubeugen.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 12.05.2010, AZ: VIII ZR 185/09)

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10.07.2010
Verkehrsrecht
Verkehrsunfall durch unvorsichtiges Hineintasten des Wartepflichtigen in den Kreuzungsbereich

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall, Anscheinsbeweis, Verschuldensregeln, StVO

In seinem Beschluss vom 28.01.2010 hat das Kammergericht Berlin sich noch einmal zu den Verschuldensregeln der StVO geäußert. Wer die Vorfahrt zu beachten hat, darf nach § 8 Abs. Satz 2 StVO nur weiterfahren, wenn er übersehen kann, dass er den Vorfahrtsberechtigten weder gefährdet noch wesentlich behindert. Kann er dies nicht, darf er sich nur vorsichtig in den Kreuzungsbereich hineintasten. Hineintasten bedeutet ein zentimeterweises Vorrollen bis zum Übersichtspunkt mit der Möglichkeit, sofort anzuhalten. Der Wartepflichtige genügt dieser Pflicht aber nicht, wenn er einfach zum Übersichtspunkt vorrollt, die Schnittlinie der bevorrechtigten Fahrzeuge überfährt und damit ganz oder teilweise den Fahrstreifen eines bevorrechtigten Verkehrsteilnehmers sperrt.

(Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 28.01.2010, AZ: 12 U 40/09)

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06.07.2010
Baurecht
Neues Vergaberecht am 11.06.2010 in Kraft getreten
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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Vergabeverfahren, Vergabeordnung, Änderung, Schwellenwerte

Am 10.06.2010 wurden die Änderungen der Vergabeverordnung (VgV) und der Sektorenverordnung im Bundesgesetzblatt (BGBl. I Nr. 30, S. 724) veröffentlicht. Damit sind die Änderungen dieser Regelwerke einen Tag später, d. h. am 11.06.2010 in Kraft getreten.

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02.07.2010
Verkehrsrecht
Schadenersatz bei Verkehrsunfall oder die Bestimmung der fiktiven Schadensabrechnung durch den Schädiger

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall, Schadensersatz, fiktive Schadensabrechnung, Schadensminderungspflicht

Der BGH hat in seinem Urteil vom 23.02.2010 festgestellt, dass der Schädiger den Geschädigten im Rahmen der fiktiven Schadenabrechnung unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht auf eine günstigere und vom Qualitätsstandard gleichwertige Reparaturmöglichkeit in einer mühelos und ohne weiteres zugänglichen „freien Fachwerkstatt“ verweisen darf, wenn der Geschädigte keine Umstände aufzeigt, die ihm eine Reparatur außerhalb der markengebundenen Fachwerkstatt unzumutbar machen („BMW-Urteil).

(Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23.02.2010, AZ: VI. ZR 21/09)

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28.06.2010
Baurecht
Zu den Voraussetzungen und Gefahren einer stillschweigenden Abnahme

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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Werkvertrag, stillschweigende Abnahme, Voraussetzungen

Eine stillschweigende Abnahme liegt vor, wenn der Werkunternehmer dem
Verhalten des Auftraggebers entnehmen kann, dass seine Leistungen als
im Wesentlichen vertragsgemäß erbracht angesehen werden.

(Oberlandesgericht Brandenburg, Urteil vom 25.05.2010, AZ: 6 U 62/09)

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24.06.2010
Wettbewerbsrecht
Zunahme von Abmahnungen unter Berufung auf "Bit-Torrent" - Nutzung
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FACHGEBIET: Wettbewerbsrecht
STICHWORT: Abmahnung, IP-Adresse, Bit-Torrent, Filesharing

Die Hamburger Kanzlei Rasch (Ra§ch) Rechtsanwälte mahnt unserer Erkenntnis nach derzeit wieder verstärkt für die Universal Music GmbH ab.

Behauptet wird, dass der Anschlussnutzer über das Filesharing-System "BitTorrent" geistiges Eigentum der Universal Music GmbH angeboten habe. Dies sei durch die "Ermittlungsfirma proMedia Gesellschaft zum Schutz geistigen Eigentums mbH" ausführlich dokumentiert und festegstellt worden; man habe die IP-Adresse lokalisieren können.

Festzuhalten ist, dass eine IP-Adresse selbstverständlich keine Aussage dazu machen kann, wer tatsächlich der Handelnde / Störende war. Sie ist lediglich ein Indiz für eine Zuweisung, mehr aber auch nicht.

Im Hinblick auf das Urteil des BGH zu den Kosten von Abmahnungen ist zu empfehlen, sofort bei Erhalt einer Abmahnung einen Rechtsanwalt aufzusuchen um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Keinesfalls sinnvoll ist es, sich selber an den Abmahner zu wenden und deren Ansprüche ungeprüft zu bestätigen. Mit dem Abschluss einer über eine Unterlassungserklärung hinausgehenden Verpflichtungserklärung kann und wird man dann allein aus diesem Dokument in Anspruch genommen - Beweisfragen muss die Universal Music GmbH, respektive die für Sie abmahnenden Anwälte, dann nicht mehr fürchten...


Dierk Meinrenken
Rechtsanwalt


20.06.2010
Mietrecht
Kein Eigenbedarf für Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Kündigung, Eigenbedarf, Gesellschafter, Kommanditgesellschaft

Das Landgericht Hamburg hatte sich mit der Frage auseinanderzusetzen, inwieweit einer Kommanditgesellschaft auf Grund eines Eigenbedarfs ihrer Gesellschafter eine Kündigung von Wohnraummietverhältnissen über im Eigentum der Kommanditgesellschaft stehenden Wohnraum  möglich ist. 

(Landgericht Hamburg, Urteil vom 07.08.2009, AZ: 311 S 128/08)

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16.06.2010
Mietrecht
Zustellungen – Was beweist der unterschriebene Rückschein eines Einschreibens?

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Zugang, Kündigung, Einschreiben, Rückschein

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat sich mit Beweisfragen betreffend den Zugang eines Schreibens beim Empfänger auseinandergesetzt und hierbei Stellung genommen zu der Beweiskraft eines unterschriebenen Rückscheins eines Einschreibens.
   
(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 19.06.2009, AZ: 2 U 303/08)

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12.06.2010
Mietrecht
Anspruch auf Bescheinigung haushaltsnaher Dienstleistungen

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: haushaltsnahe Dienstleistungen, Bescheinigung, Vermieter

Das Amtsgericht Hamburg hat sich mit der Verpflichtung des Vermieters zur Bescheinigung haushaltsnaher Dienstleistungengegenüber nach § 35a EStG gegenüber dem Mieter auseinandergesetzt und hierbei die Möglichkeit einer Erhebung von Entgelten für die Erteilung einer entsprechenden Bescheinigung  grundsätzlich bejaht.

(Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 09.09.2009, AZ: 49 C 157/09)

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08.06.2010
Baurecht
Abnahme: Durch (fast) vollständige Schlusszahlung kann auf die förmliche Abnahme verzichtet werden

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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: konkludente Abnahme, Zahlung, Schlussrechnung, übereinstimmender Verzicht

Stellt der Auftragnehmer seine Schlussrechnung ohne eine vertraglich vereinbarte förmliche Abnahme zu verlangen und zahlt der Auftraggeber den überwiegenden Teil des vereinbarten Werklohnes kann das Verhalten der Vertragsparteien als übereinstimmender Verzicht auf die Durchführung einer förmlichen Abnahme und als konkludente Abnahmeerklärung des Auftraggebers gewertet werden.

(Oberlandesgericht Stuttgart, Urteil vom 21.04.2009, AZ: 10 U 9/09)

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04.06.2010
Baurecht
Gewährleistungsrecht: Wann verliert der Auftraggeber sein Selbstvornahmerecht zur Beseitigung von Mängeln?

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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Aufforderung, Mängelbeseitigung, Fristsetzung, Ablehnungsandrohung, Selbstvornahme


Eine Aufforderung zur Mangelbeseitigung unter Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung führt nicht automatisch dazu, dass der Besteller sein Selbstvornahmerecht verliert.

(Oberlandesgericht Naumburg, Urteil vom 25.03.2010, AZ: 1 U 90/09)

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31.05.2010
Wohnungseigentumsrecht
Zur Unwirksamkeit eines Beschlusses der Wohnungseigentümergemeinschaft, der generelle Vorgaben für die Jahresabrechnung enthält

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FACHGEBIET: Wohnungseigentumsrecht
STICHWORT: Jahresabrechnung, Abgrenzungsprinzip, Anfechtung, Beschluss

Beschließen die Wohnungseigentümer, dass eine Jahresabrechnung nicht nach dem Zu- und Abflussprinzip, sondern nach dem Abgrenzungsprinzip erstellt werden soll, ist dieser Beschluss zumindest auf Anfechtung hin für ungültig zu erklären.

(Landgericht Berlin, Urteil vom 26.01.2010, AZ: 55 S 112/09)

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27.05.2010
Wohnungseigentumsrecht
Beschluss über Verwaltungsbeirat mit nur 2 Mitgliedern ungültig

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FACHGEBIET: Wohnungseigentumsrecht
STICHWORT: Verwaltungsbeirat, Mitglieder, Beschluss

Eine vom Gesetz abweichende Besetzung des Verwaltungsbeirats entspricht nur dann einer ordnungsgemäßen Verwaltung, wenn die Wohnungseigentümer dies entweder vereinbart haben oder aber vereinbart haben, dass hierüber mehrheitlich beschlossen werden darf.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 05.02.2010, AZ: V ZR 126/09)

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23.05.2010
Verkehrsrecht
Zur Haftung einer Gemeinde für Schäden infolge von Schlaglöchern

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Haftung, Gemeinde, Schlagloch, Verkehrssicherungspflicht

Die Nichtbeseitigung eines tiefen Schlagloches in einer Ortsdurchgangsstraße stellt eine objektive Verletzung der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde dar, wenn sich der Schadenbereich über eine nicht unerhebliche Fläche erstreckt und in einer Kurve liegt. In einer solchen Situation genügt die verkehrssicherungspflichtige Gemeinde ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht schon dann, wenn sie in einer Entfernung von mehr als 400 m zur Schadenstelle lediglich vor dem Vorhandensein vor Straßenschäden warnt.

(Saarländisches Oberlandesgericht, Entscheidung vom 03.11.2009, AZ: 4 U 185/09)

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19.05.2010
Verkehrsrecht
Gefährdungshaftung für einen zum Getränkeausschank konstruierten Anhänger

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Gefährdungshaftung, StVG, Anhänger, Getränkeausschank

Das OLG Saarbrücken hat festgestellt, dass der Halter eines Getränkeausschank konstruierten Anhängers nur unter dem rechtlichen Gesichtspunkt der verkehrsrechtlichen Gefährdungshaftung für den Schaden eines Autofahrers haftet, wenn der Anhänger oder sein Aufbau zum Zeitpunkt des Anstoßes mit dem Dritten in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen.  

(OLG Saarbrücken, Urteil vom 03.11.2009, AZ: 4 U 238/09)

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15.05.2010
Wettbewerbsrecht
Keine Haftung für den eigenen WLAN-Anschluss?

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FACHGEBIET: Urheberrecht/Wettbewerbsrecht
STICHWORT: Abmahnung, Abmahnungkosten, WLAN, Schadenersatz, Musikdownload

Der BGH hat dazu Stellung genommen, in welchem Umfang die Haftung eines privaten WLAN-Betreibers bei dem Betrieb eines einfach gesichertes WLAN-Netzes dem Abmahnenden zusteht.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 12.05.2010, AZ: I ZR 121/08)



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11.05.2010
Arbeitsrecht
Karenzentschädigung - überschießendes Wettbewerbsverbot

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: Karenzentschädigung, Wettbewerbsverbot

Das Bundesarbeitsgericht hat sich in seiner Entscheidung vom 21.04.2010 zunächst mit der Frage befasst, ob das arbeitsvertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbot für den betroffene Arbeitnehmer verbindlich war und sodann entschieden, dass der Anspruch auf Karenzentschädigung nicht voraussetzt, dass der Arbeitnehmer das Wettbewerbsverbot insgesamt beachtet, sondern die Einhaltung des verbindlichen Teils genügt. Bei der Beachtung des verbindlichen Teils eines Wettbewerbsverbots  besteht Anspruch auf Karenzentschädigung.

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21. April 2010, AZ: 10 AZR 288/09)

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07.05.2010
Gesellschaftsrecht
Zur Frage der Haftung eines intern nur beschränkt entscheidungsbefugten Geschäftsführers nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266a StGB

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FACHGEBIET: Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Geschäftsführer, Sozialversicherung, Beitrag, Scheingeschäftsführer, Veruntreuung

Das OLG Koblenz stellte klar, dass auf Grundlage einer ihm tatsächlich zukommenden Möglichkeit zur Einflussnahme auf die rechtliche und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft - bei unterlassener Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer - auch ein intern nur beschränkter Geschäftsführer nach § 266a StGB haften kann.

(Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 04.12.2009, AZ: 10 U 353/09)

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03.05.2010
Arbeitsrecht
Zur Wirksamkeit einer Klausel über die Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Verschwiegenheit betreffend dessen Vergütung

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: Arbeitsvertrag, Vergütung, Verschwiegenheit, Klausel                              

Das Landesarbeitsgericht hat eine arbeitsvertragliche Klausel, in der sich ein Arbeitnehmer zur Verschwiegenheit über seine Arbeitsvergütung auch gegenüber Arbeitskollegen verpflichtete, für unwirksam befunden. Eine solche Regelung hindere den Arbeitnehmer daran, Verstöße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz im Rahmen der Lohngestaltung gegenüber dem Arbeitgeber erfolgreich geltend zu machen und widerspreche überdies Art. 9 Abs. 3 GG.

(Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 21.10.2009, AZ: 2 Sa 183/09)

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29.04.2010
Mietrecht
Mängelbeseitigung nicht um jeden Preis

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Kosten, Mängelbeseitigung, Angemessenheit

Nachdem der BGH jüngst  entschied, dass der Anspruch des Mieters auf Mängelbeseitigung nicht verjährt, befasste er sich in einer aktuellen Entscheidung mit der Frage, ob der Vermieter auch dann zur Mängelbeseitigung verpflichtet ist, wenn die Kosten der Mängelbeseitigung im Missverhältnis zum Wert der Mietsache stehen.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 21. April 2010, AZ:VIII ZR 31/09 )

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25.04.2010
Wettbewerbsrecht
Abmahnung durch C-S-R Rechtsanwaltskanzlei
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FACHGEBIET: Urheberrecht
STICHWORT: Abmahnung, Internet, Bittorrent, Medienrecht, illegaler Upload Download

Die Kanzlei C-S-R Rechtsanwaltskanzlei mahnt derzeit Anschlussinhaber ab, die Filme der Firma Purzel Media GmbH aus dem Internet heruntergeladen haben sollen und dabei gleichzeitig über sogenannte Bittorrent-Programme die Dateien auch Dritten gleichzeitig angeboten zu haben.

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21.04.2010
Medizinrecht
Zulässigkeit der Übertragung eines Vertragsarztsitzes von einem MVZ ( Medizinischen Versorgungszentrum) auf ein anderes MVZ

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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Übertragung Vertragsarztsitz, MVZ, angestellter Arzt

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) wollte eine Arztstelle des MVZ, die mit einem angestellten Arzt besetzt war, durch einen Verzicht zum Zwecke der Anstellung gemäß § 103 Abs. 4a SGB V auf ein anderes MVZ übertragen, um den angestellten Arzt sodann in diesem zweiten MVZ weiterzubeschäftigen. Das Landessozialgericht Hessen hat entschieden, dass § 103 Abs. 4a Satz 1 SGB V nicht als Rechtsgrundlage für die Übertragung einer MVZ- Angestelltensitzes auf ein anderes MVZ in Betracht kommt. Gemäß § 103 Abs. 4a Satz 1 SGB V hat der Zulassungsausschuss die Anstellung eines Arztes zu genehmigen, wenn ein Vertragsarzt in einem Planungsbereich, für den Zulassungsbeschränkungen angeordnet sind, auf seine Zulassung verzichtet, um in einem medizinischen Versorgungszentrum als angestellter Arzt tätig zu werden.

Gleichzeitig hat LSG Hessen aber auch die Auffassung vertreten, dass der Angestelltensitz eines MVZ gegebenenfalls in entsprechender Anwendung des § 103 Abs. 4 SGB V im Wege des Nachbesetzungsverfahrens gemäß § 103 Abs. 4 SGB V übertragen werden könne.

(Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 10.02.2010, AZ:  L 4 KA 33/09)

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17.04.2010
Sozialversicherungsrecht
Bemessung des Elterngeldes für Selbständige

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FACHGEBIET: Sozialversicherungsrecht
STICHWORT: Elterngeld, repräsentatives Einkommen

Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 03.12.2009 entschieden, dass das maßgebliche Einkommen für die Berechnung des Elterngeldes bei Selbständigen nicht immer zwingend gemäß § 2 Abs. 9 BEEG anhand des Steuerbescheides für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor Geburt des Kindes zu ermittelt ist. Ist das Einkommen aus der ausgeübten selbständigen Tätigkeit in diesem Zeitraum nicht repräsentativ, so kann auf das Einkommen in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes zurückgegriffen werden. Weicht der zeitliche Umfang der Tätigkeit in den Zeiträumen um mindestens 20 Prozent voneinander ab, muss die Einkommensermittlung nach § 2 Abs. 8 BEEG unter Berücksichtigung des Einkommens der letzten zwölf Monate erfolgen.

(Bundessozialgericht, Urteil vom 03.12.2009, AZ: B 10 EG 2/09 R)

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13.04.2010
Verkehrsrecht
Fiktive Abrechnung des Unfallschadens eines Unikats

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: fikitve Schadensabrechnung, Unikat, Kraftfahrzeug

Bei der fiktiven Schadenabrechnung eines als Unikat anzusehenden Kraftfahrzeuges ist kein über dem Wiederbeschaffungswert hinausgehender Schadensbetrag abzurechnen.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 02.03.2010, AZ: VI ZR 144/09 )

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09.04.2010
Arbeitsrecht
Zur Unwirksamkeit einer Kündigung des Arbeitnehmers bei Mitnahme von Gegenständen aus dem Betrieb

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: Arbeitsvertrag, Kündigung, Diebstahl, Abmahnung

Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein hat entschieden, dass es zur Rechtfertigung einer verhaltensbedingten Kündigung nicht automatisch ausreicht, dass die Mitnahme eines im Betrieb ausgesonderten Gegenstandes nicht erlaubt ist. Es sei immer eine konkrete Einzelfallprüfung mit Interessenabwägung vorzunehmen. Im Einzelfall kann sich dabei ein Eingriff in das Eigentum des Arbeitgebers als lediglich abzumahnende Eigenmächtigkeit erweisen. Es könne zudem auch nicht aus jedem unkorrekten, eigentumsrechtlich relevanten Verhalten eines Arbeitnehmers darauf geschlossen werden, dass ihm eine an Korrektheit und Ehrlichkeit ausgerichtete Grundhaltung fehlt.

(Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 13.01.2010, AZ: 3 Sa 324/09 )

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05.04.2010
Mietrecht
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Zur Zurückweisung eines Kündigungsschreibens der Hausverwaltung durch den Mieter mangels Vollmacht
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Kündigung, Zurückweisung, Vollmacht, Hausverwaltung

Ein Mieter darf eine Kündigung wegen der nicht nachgewiesenen Vollmacht der Hausverwaltung auch dann zurückweisen, wenn er zuvor mit der Hauserwaltung über Einzelheiten des Mietvertrags verhandelt hat

( Kammergericht, Beschluss vom 03.08.2009, 12 U 96/09 )

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01.04.2010
Mietrecht
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Schönheitsreparaturen - Auch die Vorgabe der Farbwahl für den Innenanstrich von Türen und Fenstern führt zur Unwirksamkeit
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Schönheitsreparatur, Klausel, Farbwahl, Unwirksamkeit

Der Bundesgerichtshof hat seine Rechtsprechung zu Schönheitsreparaturen fortgeführt und Stellung genommen zur Frage der Wirksamkeit einer Klausel, mit der einem Mieter für den Innenanstrich von Fenstern und Türen eine verbindliche Vorgabe hinsichtlich der zulässigen Farben des Anstrichs gemacht worden sind.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.01.2010, VIII ZR 50/09 )

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27.03.2010
Medizinrecht
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Zur Genehmigung von Zweigpraxen - Verbesserung der Versorgungssituation gemäß § 24 Abs. 3 Ärzte-ZV und der Drittanfechtungsbefugnis eines Konkurrenten
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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Zweigpraxis, Genehmigung, Drittanfechtung

Das Bundessozialgericht hat sich in seiner Entscheidung vom 28.10.2009 mit zwei äußerst praxisrelevanten Rechtsfragen im Vertragsarztrecht auseinandergesetzt. Das Bundessozialgericht (BSG) hat sich einerseits ausführlich mit den Voraussetzungen für die Genehmigung von sog. Zweigpraxen (Filialpraxen) und andererseits mit der Drittanfechtungsbefugnis (defensive Konkurrentenklage) von Ärzten, die im selben räumlichen Bereich niedergelassen und das gleiche Leistungsspektrum bedienen, befasst.

(Bundessozialgericht, Urteil vom 28.10.2009, AZ: B 6 KA 42/08 R)

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23.03.2010
Versicherungsrecht
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Berufsunfähigkeit in der Ausbildung
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Berufsunfähigkeit, BUZ, Versicherung, Berufsbegriff, Nachprüfung der Berufsunfähigkeit

Versichert sich ein Auszubildender gegen Berufsunfähigkeit, so ist der Berufsbegriff auf solche Tätigkeiten auszuweiten, die erst die Voraussetzungen für die Aufnahme einer bestimmten, auf Erwerb gerichteten Tätigkeit, also eines Berufes schaffen sollen.

Für die Nachprüfung der Berufsunfähigkeit ist nicht zwischen der Ausbildungs- und der Ausübungsphase zu unterscheiden. Ist der Versicherte nach abgeschlossener Ausbildung den Anforderungen seines Berufes nicht gewachsen, kann der Versicherer deshalb nicht geltend machen, er übe jetzt einen - verglichen mit der Tätigkeit als Auszubildender - anderen Beruf aus, dem er zu keiner Zeit "in gesunden Tagen" nachgegangen sei.

(Urteil des Bundesgerichtshofs vom 24.02.2010, AZ: IV ZR 119/09)

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19.03.2010
Wohnungseigentumsrecht
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Wohnungseigentumsrecht: Können vereinbarungsändernde Beschlüsse in das Grundbuch eingetragen werden?
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FACHGEBIET: Wohnungseigentumsrecht
STICHWORT: Mehrheitsbeschlüsse, Wohnungseigentümerversammlung, Eintragung, Grundbuch

Das Oberlandesgericht München hat Stellung zu der Frage genommen, inwieweit Mehrheitsbeschlüsse der Wohnungseigentümerversammlung hinsichtlich des Grundbuchs eine Eintragungsfähigkeit zukommt.

( Oberlandesgericht München, Beschluss vom 13.11.2009, AZ: 34 Wx 100/09 )

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15.03.2010
Mietrecht
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Betriebskostenabrechnung: Die Abrechnung auf Basis der „Soll-Vorauszahlungen“ ist zwar nicht formell fehlerhaft, aber…
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Betriebskostenabrechnung, Anforderungen, formelle Fehler

Der Bundesgerichtshof nahm in einer seiner jüngeren Entscheidungen Stellung zu der Frage, welche Anforderungen an eine Betriebskostenabrechnung in formeller Hinsicht zu stellen sind. Konkret ging es um die Frage, inwieweit die Erstellung der Betriebskostenabrechnung auf Grundlage der vereinbarten Betriebskostenvorauszahlungen anstelle der tatsächlich geleisteten Zahlungen fehlerhaft ist.

( Bundesgerichtshof, Beschluss vom 23.09.2009, AZ: VIII ZA 2/08 )

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11.03.2010
Mietrecht
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Kann der Anspruch des Mieters auf Mängelbeseitigung während des Mietverhältnisses verjähren?
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Mangel, Mängelbeseitigung, Anspruch, Verjährung

Der Bundesgerichtshof hatte sich jüngst mit der Frage zu beschäftigen, inwieweit der Mängelbeseitigungsanspruch des Mieters während der Dauer des Mietverhältnisses der Verjährung unterliegt.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 17.02.2010, AZ: VIII ZR 104/09 )

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07.03.2010
Wohnungseigentumsrecht
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Die Sanierungsausgleichsabgabe bei Aufhebung von Sanierungsgebieten

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FACHGEBIET: Wohnungseigentumsrecht
STICHWORT: Sanierungsausgleich, Bodenwerterhöhung, Aufhebung, Sanierungsgebiet

I.  Problematik der Sanierungsausgleichsabgabe

Nach der deutschen Wiedervereinigung kam es in Berlin anlässlich eines Stadterneuerungsprogramms zumeist in Bezirken des ehemaligen Ostteils der Stadt zur Festsetzung von Sanierungsgebieten.

In den Sanierungsgebieten kam es in der Folgezeit regelmäßig zu umfassenden Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten. Wegen der insoweit veränderten Umstände steht nunmehr das Auslaufen der befristeten Festsetzungen als Sanierungsgebiet bevor, so etwa hinsichtlich der Sanierungsgebiete „Kollwitzplatz“, „Teutoburger Platz“ und „Helmholtzplatz“ im Prenzlauer Berg.

Die auf den ersten Blick aus Sicht positiv anmutende Befreiung von den in einem Sanierungsgebiet herrschenden Restriktionen, insbesondere den Genehmigungserfordernissen für Baumaßnahmen und des Umstands eines Mitspracherechts des Bezirksamts bei Veräußerung und Belastung von Grundstücken im Sanierungsgebiet, wird in der Folge regelmäßig durch den Umstand der sogenannten „Sanierungsausgleichsabgabe“ getrübt.



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03.03.2010
Familienrecht
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EGMR: Deutsche Regelungen zum Sorgerecht diskriminieren Väter außerehelich geborener Kinder

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FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Sorgerecht, EuGHMR, Diskriminierung, Väter, nichteheliche Kinder

In einem Urteil vom 03.12.2009 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass die Bundesrepublik Deutschland Väter von außerehelich geborenen Kindern beim Zugang zur (gemeinsamen) elterlichen Sorge diskriminiert.

( Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 03.12.2009, Beschwerde-Nr. 22028/04 )

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27.02.2010
Versicherungsrecht
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Ein Hinweis im Versicherungsantrag bestätigt nicht den Erhalt von Versicherungsbedingungen
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Hinweis,Versicherungsantrag, Erhalt, Versicherungsbedingungen, Bestätigung

Das Amtsgericht Tettnang hat mit dem BGH aus dem Jahre 1988 entschieden, dass die Unterschrift in einem Antrag zum Abschluss eines Rechtsschutzversicherungsvertrages, der die Klausel enthält, dass die Versicherungsbedingungen erhalten worden seien, nicht bestätigt, dass diese auch übergeben worden sind. Diese Formularklausel ist wegen eines Verstoßes gegen § 309 Nr. 12 b) BGB unwirksam, da ein solches Empfangsbekenntnis die Bestätigung einer Tatsache enthält, die bei Wirksamkeit zur Umkehr der Beweislast führen würde. Dies ist, da die AGBs damit grundsätzlich zum Nachteil des Kunden wirken, unwirksam.

( Amtsgericht Tettnang, Urteil vom 24.09.2009, AZ: 8 C 998/08 )

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23.02.2010
Versicherungsrecht
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Wirksame Anfechtung wegen arglistiger Täuschung auch bei zu weit gefasster Schweigepflichtentbindungserklärung
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Anfechtung, arglistige Täuschung, Vertrag, Schweigepflicht, Entbindung, Gesundheitsfragen

Der BGH hat entschieden, dass anlässlich der Beantwortung von Gesundheitsfragen bei Anbahnung des Versicherungsvertrages arglistig getäuschte Versicherer den Vertrag vollständig lösen können. Es muss sich nicht auf den Abschluss eines geänderten Vertrages verwiesen werden lassen. Auch dann nicht, wenn der Versicherer aufgrund einer unwirksamen Schweigepflichtentbindungserklärung Informationen über den Gesundheitszustand des Versicherten erlangt hat.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 28.10.2009, AZ: IV ZR 140/08 )

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19.02.2010
Versicherungsrecht
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Ersatz der Mehrwertsteuer in Kasko-Versicherungen nur bei konkreter Abrechnung
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kasko, Versicherung, Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Ersatz

Der BGH hat entschieden, dass eine Klausel, nach der der Versicherer Umsatzsteuer nur dann zu ersetzen hat, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist (vgl. § 13 Musterbedingungen AKB) wirksam ist. Diese Klausel schließt eine Mehrwertsteuererstattung auf fiktiver Abrechnung in jedem Fall aus.

( Bundesgerichtshof, Beschluss vom 04.11.2009, AZ: IV ZR 35/09 )

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15.02.2010
Sozialversicherungsrecht
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Deckung der atypischen Sonderbedarfe bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II (Hartz IV)

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FACHGEBIET: Sozialrecht
STICHWORT: atypische Sonderbedarfe

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit Urteil vom 09.02.2010 sowohl über die Verfassungsmäßigkeit der Hartz IV-Regelsätze als auch über die Frage der Deckung von Sonderbedarfen entschieden. Nach Ansicht des BVerfG der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II neben den durchschnittlichen Bedarfe, die mit der Regelleistung abgedeckt sind, auch unabweisbare, laufende, nicht nur einmalige besondere Bedarfe, die in atypischen Lebenslagen anfallen, zu decken sind. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass sich der Anspruch auf Deckung der Sonderbedarfe bis zur Schaffung einer eigenständigen Rechtsgrundlage im SGB II direkt aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG ergibt. Ein Verweis auf Leistungen nach § 73 SGB XII ist nicht mehr zulässig.

(Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 09.02.2010 - 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09 und 1 BvL 4/09)

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11.02.2010
Steuerrecht
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Zur steuerliche Berücksichtigung der Vergütung der Mitarbeit eines Kindes in der elterlichen Arztpraxis

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FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Betriebsausgabe, Mitarbeit, Kinder, Praxis

Bei einer Beschäftigung des Sohnes in der mütterlichen Zahnarztpraxis in einem Umfang von nachweisbar sieben Stunden in der Woche ist das Arbeitsverhältnis anzuerkennen, sofern die Beschäftigung mit der getroffenen vertraglichen Vereinbarung in etwa übereinstimmt. Der Arbeitsvertrag und die durchgeführten Tätigkeiten können nicht als steuerlich unbeachtliche Familienhilfe eingeordnet werden.

( Sächsisches Finanzgericht, Urteil vom 17.04.2009, AZ: 6 K 1713/05 )

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07.02.2010
Verkehrsrecht
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Voraussetzungen für die fiktive Abrechnung eines Fahrzeugschadens in einer markengebundenen Fachwerkstatt („Golf-Urteil“)
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Golf-Urteil, Abrechnung, fiktive Reparaturkosten, markengebundene Fachwerkstatt

Der BGH hat in seiner wohl als Golf-Urteil bekannt gewordenen Entscheidung entschieden, unter welchen Voraussetzungen der Geschädigte aus einem Verkehrsunfall gegenüber der Kraftfahrthaftpflichtversicherung seines Unfallgegners die fiktiven Reparaturkosten anhand einer markengebundenen Fachwerkstatt abrechnen kann.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.10.2009, AZ: VI ZR 53/09 )

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03.02.2010
Sozialversicherungsrecht
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Europarechtlicher Arbeitnehmerbegriff bei der Gewährung von Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II für Unionsbürger
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FACHGEBIET: Sozialrecht
STICHWORT: Leistungsausschluss, Unionsbürger, Arbeitnehmer

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat sich in seiner Entscheidung vom 08.06.2009 mit der Frage der europarechtskonformen Auslegung des Arbeitnehmerbegriffs im Rahmen der Leistungsgewährung nach dem Sozialgesetzbuch, 2. Buch (SGB II) auseinandergesetzt.

Nach § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II sind diejenigen Ausländer von Leistungen zur Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) ausgeschlossen, deren Aufenthaltsrecht sich allein aus dem Zweck der Arbeitssuche ergibt. Das zuständige Jobcenter hatte der hilfebedürftigen EU-Bürgerin die Gewährung von Leistungen versagt, da diese lediglich eine unwesentliche geringfügige Beschäftigung ausgeübt haben soll und insoweit der Zweck ihres Aufenthalts ausschließlich in der Arbeitssuche gelegen habe.

Das LSG Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die Arbeitnehmereigenschaft der Unionsbürgerin aufgrund der regelmäßig ausgeübten, geringfügigen Beschäftigung in einem Umfang von sieben Wochenstunden bei Zahlung eines branchenüblichen Arbeitsentgelts zu bejahen ist.
 
(Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 08.06.2009 - AZ:  L 10 AS 617/09 B ER )

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30.01.2010
Mietrecht
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Eigenbedarskündigung bei Berufung des Vermieters auf Bedarf der Nichte

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Kündigung, Eigenbedarf, Familienangehöriger, Nichte

Die Nichte ist ein Familienangehöriger im Sinne der Vorschriften über eine Kündigung von Wohnraummietverhältnissen wegen Eigenbedarfs.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 27.01.2010, AZ: VIII ZR 159/09 )

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26.01.2010
Mietrecht
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Pflichten des Vermieters bei Eis und Schnee
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Winter, Vermieter, Pflichten, Schnee, Eis, Glätte

Bereits die ersten kalten Tage brachten Eis und Schnee. Angesichts der aus dieser Wettersituation entstehenden Gefahrenlagen stellt sich regelmäßig die Frage wozu genau der Vermieter bei einer winterlichen Witterungslage verpflichtet ist?

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22.01.2010
Steuerrecht
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Solidarzuschlag verfassungswidrig ?

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FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Solidarzuschlag, Verfassungswidrigkeit, Richtervorlage

Das Niedersächsische Finanzgericht hält den Solidaritätszuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer für verfassungswidrig. Die Erhebung des Solidarzuschlags sei zumindest ab dem Jahr 2007 mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Die Richter beschlossen daher, die Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorzulegen. 

( Finanzgericht Hannover, Vorlagebeschluss zum Aktenzeichen 7 K 143/08 )

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18.01.2010
Medizinrecht
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Sonderbedarfszulassung- Lange Wartezeiten können Sonderbedarf begründen
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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Sonderbedarfszulassung, besonderer Versorgungsbedarf, Wartezeit

Lange Wartezeiten von mehr als zwei Monaten können einen zusätzlichen Versorgungsbedarf im Sinne von § 24 der Bedarfsplanungs-Richtlinie begründen. Der Berufungsausschuss für Ärzte (Zulassungsgremium) muss diesen besonderen Versorgungsbedarf jedoch hinreichend ermitteln.

(Bundessozialgericht, Urteil vom 02.09.2009, AZ: B 6 KA 21/08 R)

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14.01.2010
Mietrecht
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Winterzeit ist Heizungszeit
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Winter, Heizleistung, Behaglichkeitstemperatur

Bei sinkenden Temperaturen im Winter stellt sich für viele Mieter und Vermieter die Frage, welche Anforderungen die Beheizbarkeit einer zentralbeheizten Wohnung bestehen.

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10.01.2010
Familienrecht
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Kindesunterhaltsbeträge steigen zum 01.01.2010 kräftig an

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FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Kindesunterhalt, Düsseldorfer Tabelle, Erhöhung

Die Unterhaltszahlungen für Scheidungs- und Trennungskinder nach der Düsseldorfer Tabelle erhöhen sich ab Jahresbeginn um rund 13 % im Vergleich zum Vorjahr.

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06.01.2010
Mietrecht
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Zum Eigenbedarf einer GbR, die in Wohnungseigentum umwandelt und Wohneinheiten veräußern will

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Eigenbedarf, Kündigung, Wohnraummiete, GbR, Kündigungsbeschränkung 

Auf eine Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses durch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts wegen Eigenbedarfs eines Gesellschafters findet die Kündigungsbeschränkung des § 577a BGB keine Anwendung, wenn nach der Kündigung Wohnungseigentum der Gesellschafter begründet wird. Das gilt auch dann, wenn die Gesellschaft das Wohnanwesen zu dem Zweck erworben hat, die vorhandenen Wohnungen in Wohnungseigentum der Gesellschafter umzuwandeln.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.07.2009, AZ: VIII ZR 231/08 )     

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02.01.2010
Mietrecht
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Versorgungssperre nach Kündigung auch bei Wohnungsmietverhältnissen?

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: gewerbliche Nutzung, Wohnung, Kündigung

Die Einstellung der Warmwasserversorgung gegenüber einer auf Sozialtransfers verwiesenen alleinerziehenden Mutter zweier Kinder nach ausgesprochener außerordentlicher Kündigung des Mietverhältnisses wegen Mietrückständen ist verhältnismäßig. Ein Anspruch auf Wiederherstellung der Warmwasserversorgung ist nicht anzuerkennen.

( Amtsgericht Waldshut-Tiengen, Beschluss vom 06.07.2009, AZ: 7 C 131/09 )

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29.12.2009
Mietrecht
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Kündigung des Wohnmietverhältnisses wegen Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit in der Wohnung

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: gewerbliche Nutzung, Wohnung, Kündigung

Nach außen in Erscheinung tretende geschäftliche Aktivitäten des Mieters in dessen Wohnung muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.07.2009, AZ: VIII ZR 165/08 )        

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25.12.2009
Mietrecht
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Fristlose Kündigung bei falscher Mieterselbstauskunft?

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: falsche Selbstauskunft, Mieter, Kündigung

Die Bonität des Mieters ist für den Vermieter von wesentlicher Bedeutung für das Entstehen und den Fortbestand des Mietverhältnisses, da sie die Hauptleistungspflicht des Mieters zur Entrichtung des Mietzinses betrifft. Vor diesem Hintergrund sind Angaben in einer Mieterselbstauskunft zu Einkommensverhältnissen und der beruflichen Stellung des Mietinteressenten angesichts der aus diesen möglichen Rückschlüsse auf die Bonität des Mieters von wesentlicher Bedeutung und mithin von einem Fragerecht seitens des Vermieters gedeckt.

( Landgericht München I, Urteil vom 25.03.2009, AZ: 14 S 18532/08 )

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21.12.2009
Baurecht
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Zur Wirksamkeit der Mängelrüge durch einen Vertreter
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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Mängelrüge, Projektsteuerer, Vertreter, Wirksamkeit

Die Mängelrüge des Projektsteuerers des Bauherren kann unwirksam sein, wenn sie nicht vom Auftraggeber selbst oder von dessen Geschäftsführer unterschrieben ist, sondern lediglich von einem Mitarbeiter mit dem Zusätzen „i. A.“ unterzeichnet wurde

(Landgericht Berlin, Urteil vom 07.09.2009, AZ: 6 O 231/07)

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17.12.2009
Mietrecht
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Zur Duldungspflicht des Mieters bei baulicher Maßnahme in der Wohnung nach behördlicher Anordnung
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Duldungspflicht, Mieter, bauliche Maßnahmen, behördliche Anordnung

Bauliche Maßnahmen, die der Vermieter aufgrund einer behördlichen Anordnung oder gesetzlichen Verpflichtung durchzuführen hat, fallen nicht unter § 554 Abs. 2 BGB und unterliegen deshalb auch nicht den in § 554 Abs. 3 dem Vermieter auferlegten Mitteilungspflichten. Derartige Maßnahmen muss der Mieter vielmehr nach § 242 BGB dulden

(BGH, Urteil vom 4. März 2009 - VIII ZR 110/08)

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13.12.2009
Baurecht
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Checkliste zu den rechtlichen Besonderheiten beim Bau einer Immobilie
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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Leitfaden Neubau einer Immobilie

Die folgende Aufstellung an Aspekten soll prägnant die aus rechtlicher Sicht relevanten Besonderheiten beim Bau einer Immobilie im Hinblick auf Planung, Vertragsgestaltung, Bauausführung und Beendigung des Bauvorhabens benennen. Dies freilich ohne den Anspruch der Vollständigkeit hinsichtlich möglicher Probleme im Zusammenhang zum Bau einer Immobilie und einer Rechtsberatung im Einzelfall.

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09.12.2009
Baurecht
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Zum Vorwurf einer vergaberechtswidrigen Vergabe der Planungsleistung beim Neubau des Berliner Stadtschlosses
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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Neubau, Berliner Stadtschloss, Vergabe, Planungsleistung

In Fachkreisen wurde die Vergabeentscheidung des Bundes hinsichtlich der Vergabe des Berliner Stadtschlosses überwiegend als „Blamage“ empfunden, da damit gegen allgemein bekannte Grundsätze des Vergabeverfahrens offensichtlich verstoßen worden ist.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat sich von diesen Bedenken bei seiner Entscheidung nicht leiten lassen.

(Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 02.12.2009, AZ: VII-Verg 39/09)

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05.12.2009
Mietrecht
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Ein Vertrag über die Wasserver- und entsorgung kann ausnahmsweise auch mit dem Mieter und nicht mit dem Grundstückseigentümer zustandekommen
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Vertrag, Vertragspartner, Wasserversorung, Wasserentsorgung, Grundstückseigentümer, Mieter

Das Kammergericht musste sich kürzlich mit der Frage auseinandersetzen, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Vertrag über die Wasserver- und entsorgung auch mit dem Mieter und nicht – wie an sich grundsätzlich in den Vertragsbedingungen der Unternehmen festgelegt – mit dem Grundstückseigentümer zustande kommen kann

( Kammergericht, Urteil vom 18.02.2009, AZ.: 11 U 38/08 )

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01.12.2009
Verkehrsrecht
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Ablieferung des Führerscheins wegen des Verdachts des Führerscheinkaufs
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Führerschein, Fahrerlaubnis, Führerscheinkauf, LABO, Eignung

Bereits im Jahre 2006 flog die Manipulation des Führerscheinkaufs in den Fahrschulen Firat/Turhan/Mobil II mit einem Prüfer des TÜVs auf. Die Beteiligten wurden zum Teil zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Die Berliner Presselandschaft berichtete. Die Verwaltungsbehörden wurden auf den Missstand aufmerksam und überprüfen nunmehr annähernd bis zu 5000 Prüflinge dieser Fahrschulen. Dagegen kann man sich zur Wehr setzen.

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27.11.2009
Mietrecht
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Unwirksamkeit einer formularvertraglichen Verpflichtung des Mieters zum „Weißen“ von Decken und Oberwänden
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Schönheitsreparaturen, Klausel, Weißen, Unwirksamkeit

Dem unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständigen 8. Zivilsenat des BGH lag eine Schönheitsreparaturklausel zur Entscheidung vor, in welcher der Mieter dazu verpflichtet wurde, Decken und Oberwände im wahrsten Sinne des Wortes zu weißen.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. 09.2009, AZ: VIII ZR 344/08 )

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23.11.2009
Verkehrsrecht
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Käufer eines Gebrauchtwagens haben beim Rücktritt vom Kaufvertrag dem Gebrauchtwagenverkäufer Nutzungswertersatz zu zahlen
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Autokauf, Gebrauchtwagen, Rücktritt, Unfallwagen.

Der BGH hat entschieden, dass dem Gebrauchtwagenhändler bei einer Rückabwicklung des Vertrages nach § 346 BGB ein Gegenanspruch auf Wertersatz wegen der Gebrauchsvorteile des Fahrzeuges während der Besitzzeit des Käufers zusteht. Insofern ist § 346 BGB mit europäischem Recht vereinbar und widerspricht nicht der Richtlinie 1999/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.05.1999.

( Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16.09.2009, AZ: VIII. ZR 243/08 )

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19.11.2009
Mietrecht
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Zustimmung des Mieters zum Mieterhöhungsverlangen des Vermieters muss nicht schriftlich, sondern kann auch konkludent erfolgen.
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Mieter, Anspruch, schriftliche Zustimmung, Mieterhöhung

Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob dem Vermieter ein Anspruch auf schriftliche Zustimmung zu einem gestellten Mieterhöhungsverlangen zusteht.

(Amtsgericht Schöneberg, Urteil vom 02.09.2009, AZ: 6 C 280/09)

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15.11.2009
Medizinrecht
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Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses gemäß § 87 Abs. 2e SGB V zur Höhe und Anwendung von Orientierungswerten mit Wirkung zum 1. Januar 2010

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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Zuschläge, Abschläge, Unterversorgung, Überversorgung

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat das Vorgehen zur Festlegung der Orientierungswerte zu Vergütung von ärztlichen Leistungen im Regelfall sowie bei festgestellter Unter- und Überversorgung durch Beschluss vom 02.09.2009 festgelegt.

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11.11.2009
Mietrecht
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Zur Verjährung des Anspruches des Mieters auf Mängelbeseitigung
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Mieter, Anspruch, Mängelbeseitigung, Verjährung

Das Amtsgericht Tiergarten hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Mängelbeseitigungsanspruch des Mieters ebenso wie andere Ansprüche der Verjährung unterliegen.

(Amtsgericht Tiergarten, Urteil vom 03.04.2009, AZ: 9 C 1/07)

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07.11.2009
Versicherungsrecht
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Kein Abzug der Versicherungsleistung bei altersbedingten Vorschäden
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Unfallversicherung, Vorschäden, alterstypischer Verschleißzustand

Das OLG in Celle hat in seinem Urteil vom 20.08.2009 entschieden, dass eine Kürzung des Anspruches aus der Unfallversicherung bei einem alterstypischen normalen Verschleißzustand eines 72-jährigen Geschädigten nicht in Betracht kommt. Der Versicherungsnehmer kann daher eine ungekürzte Zahlung aus der Unfallversicherung erhalten, wenn bei ihm der Anteil der degenerativen Vorschäden an den Unfallfolgen 80% beträgt und diese nach sachverständiger Einschätzung lediglich eine alterstypische Abnutzung darstellen.

( Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 20.08.2009, AZ: 8 U 10/09 )

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03.11.2009
Familienrecht
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Das Bundesverfassungsgericht zum gemeinsamen Sorgerecht bei zerstrittenen Eltern
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FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: gemeinsames Sorgerecht, Eltern, Streit, Bundesverfassungsgericht

In einem Beschluss vom 30.06.2009 hat sich das Bundesverfassungsgericht für die Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge auch dann ausgesprochen, wenn die Beziehung der Kindeseltern ein erhebliches Konfliktpotential birgt.

(Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 30.06.2009, AZ: 1 BvR 1868/08)

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30.10.2009
Verkehrsrecht
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Zur Höhe der Stundensätze im Rahmen der Reparaturkostenabrechnung nach einem Verkehrsunfall
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Reparaturkosten, Abrechnung, Verkehrsunfall

Der Bundesgerichtshof hat an seiner bereits im sog. „Porsche-Urteil“ geäußerten Rechtsauffassung festgehalten.

Ein Geschädigter kann seiner Schadensberechnung grundsätzlich die, von einem Sachverständigen als Wert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelten, üblichen Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen.

( Bundesgerichtshof, Urteil vom 20. Oktober 2009, AZ: VI ZR 53/09 ) 

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26.10.2009
Verkehrsrecht
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Schmerzensgeld bei HWS 1. Grades mit weiteren geringfügigen Verletzungen
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Schmerzensgeld, angemessen Höhe, Halswirbelsäule, Verletzung

In Fällen einer HWS-Distorsion 1. Grades, bei im Übrigen relativ geringfügigen und folgenlos ausgeheilten Verletzungen, ist regelmäßig ein Schmerzensgeld im Bereich von 1.000,00 EUR je Monat für den Zeitraum angemessen, in welchem die Erwerbsunfähigkeit zumindest 50 % beträgt. (Auszug aus den Leitsätzen)

( Kammergericht Berlin, Beschluss vom 09.10.2008, AZ: 12 U 173/08 ) 


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22.10.2009
Mietrecht
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Fristlose Kündigung des Vermieters nach unpünktlichen Mietzahlungen durch das Sozialamt
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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Unwirksamkeit, Kündigung, unpünktliche Mietzahlungen, Jobcenter

Der Bundesgerichtshof hatte zu entscheiden, ob unpünktliche Zahlungen der Miete durch
das Sozialamt, welches die Mietzahlungen eines bedürftigen Mieters übernommen hat, den
Vermieter zur Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.10.2009, AZ: VIII ZR 64/09 )

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18.10.2009
Mietrecht
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Zum genossenschaftlichen Gleichbehandlungsgrundsatz bei Mieterhöhungen

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete,Mieterhöhung, Genossenschaft

Eine Genossenschaft als Eigentümerin einer Wohnanlage muss ihre Mitglieder bei der Erhöhung der Miete prinzipiell gleichbehandeln. Jedoch können sich im Einzelfall Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.10.2009, AZ: VIII ZR 159/08)

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14.10.2009
Verkehrsrecht
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Fiktive Abrechnung der Reparaturkosten eines Unfallwagens nach Gutachten ohne Reparatur und anschließender Veräußerung des Kfz
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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Schadensersatz, Reparaturkosten, fiktive Abrechnung, Weiterverkauf

Das OLG stellt fest, dass der Geschädigte, der sein Fahrzeug erst mehr als sechs Monate nach dem Verkehrsunfall verkauft, den Schaden in der Regel abstrakt auf der Basis der fiktiven Reparaturkosten abrechnen kann, wenn die Reparaturkosten laut Schadensgutachten niedriger sind als der Wiederbeschaffungswert.

Das vom Geschädigten in solchen Fällen zu dokumentierende Integritätsinteresse ist auch dann gewahrt, wenn er das Fahrzeug nach dem Unfall nur unvollständig repariert und - bis zum späteren Verkauf - in nicht verkehrssicherem Zustand benutzt.
Liegen die Voraussetzungen für eine abstrakte Abrechnung auf Reparaturkostenbasis vor, spielt es keine Rolle, ob und inwieweit der Geschädigte bei einem späteren Verkauf seines Fahrzeugs einen möglicherweise erheblichen Gewinn erzielt.

( Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 12.05.2009, AZ: 4 U 173/07 )



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10.10.2009
Steuerrecht
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Wichtige Änderungen durch das Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen

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FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: steuerliche Absetzbarkeit, Beiträge, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Bürgerentlastungsgesetz

Problemstellung:

Nach geltendem Recht sind die Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung nur in stark eingeschränktem Umfang steuerlich abziehbar.

Das nunmehr erlassene Gesetz bezweckt, dass künftig alle Aufwendungen steuerlich berücksichtigt werden, welche der Absicherung eines im Wesentlichen dem Leistungsniveau der gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegepflichtversicherung entsprechenden Standards dienen. Gesetzlich und privat Kranken- und Pflegepflichtversicherte, deren Ehepartner und etwaige mitversicherte Kinder sollen dabei steuerlich möglichst gleich behandelt werden.

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06.10.2009
Mietrecht
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Zur Mietzahlungspflicht des vorzeitig ausziehenden Mieters im Falle der Überlassung des Wohnraumes an einen Dritten seitens des Vermieters

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Miete, Zahlungspflicht, Auszug

Der vorzeitig ausziehende Mieter ist von seiner Zahlungspflicht befreit, wenn der Vermieter die Mietsache einem Dritten zum Gebrauch überlassen hat (§ 573 Abs. 2 BGB). Dies gilt jedenfalls dann, wenn dem ausgezogenen Mieter kein vertragswidriges Verhalten vorzuwerfen ist.

(AG Neuruppin, Urteil vom 15.01.2008, AZ: 42 C 273/08)

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02.10.2009
Sozialversicherungsrecht
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Kein Anspruch auf Übernahme von Stromkosten gemäß § 22 Abs. 5 SGB II

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FACHGEBIET: Arbeitsförderungsrecht, Sozialrecht
STICHWORT: Kosten, Unterkunft, Übernahme

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat mit Beschluss vom 21.07.2009 entschieden, dass kein Anspruch auf Übernahme von Schulden für Stromkosten gemäß § 22 Abs. 5 SGB II besteht, wenn der Hilfebedürftige die Stromschulden wegen der Nichtzahlung der monatlichen Abschläge an den Energieversorger zu vertreten hat. Die Übernahme der Schulden ist regelmäßig nur dann gerechtfertigt, wenn der Hilfebedürftige nach den Gesamtumständen unverschuldet in Rückstand mit Zahlungen auf unterkunftsbezogene Kosten (hier: Stromkosten) geraten ist.

(Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 21.07.2009, AZ: 34 AS 1090/09 B ER)

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29.09.2009
Mietrecht
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Kein Geld für nutzlosen Aufzug

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORTE: Betriebskosten, Aufzug, Klauselkontrolle

Eine formularmäßige Vereinbarung in einem Wohnraummietvertrag, durch die ein Mieter anteilig mit Kosten für einen Aufzug belastet wird, mit dem seine Wohnung nicht erreicht werden kann, weil sich der Aufzug in einem anderen Gebäudeteil befindet, benachteiligt den Mieter unangemessen

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 08.04.2009, AZ: VIII ZR 128/08)

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25.09.2009
Medizinrecht
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Defensive Konkurrentenklage bei Sonderbedarfszulassung

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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Anfechtungsbefugnis, Sonderbedarfszulassung


Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 17.06.2009 entschieden, dass die Anfechtungsbefugnis eines niedergelassenen Arztes gegen die Sonderbedarfszulassung gemäß § 24 Buchst. a Bedarfsplanungs-RL nur dann zu bejahen ist, wenn ein reales Konkurrenzverhältnis zwischen dem anfechtenden Arzt und demjenigen besteht, dem die Sonderbedarfszulassung erteilt wurde. Den anfechtenden Arzt trifft dabei eine besondere Darlegungsobliegenheit bezüglich der tatsächlichen Konkurrenz im Hinblick auf das Leistungsspektrum und den Einzugsbereich der Praxis.

(Bundessozialgericht, Urteil vom 17.06.2009, AZ: B 6 KA 38/08 R)

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23.09.2009
Erbrecht
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Neue Regeln für Patientenverfügungen sind am 01.09.2009 in Kraft getreten

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FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: Patientenverfügung

Das neue Patientenverfügungsgesetz ist am 01.09.2009 in Kraft getreten. Künftig werden die Voraussetzungen von Patientenverfügungen und ihre Bindungswirkung eindeutig im Gesetz bestimmt.

(Pressemitteilung des BMJ vom 18.06.2009)

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21.09.2009
Arbeitsrecht
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Rückzahlung von Ausbildungskosten

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORTE: Inhaltskontrolle von Rückzahlungsvereinbarungen

Das Bundesarbeitsgericht hat erneut bestätigt, dass Rückzahlungsklauseln, die Arbeitnehmer zur Rückzahlung von Ausbildungskosten verpflichten, einer Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 S 1 BGB unterliegen. Eine unangemessene Benachteiligung der Arbeitnehmer ist nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts jedenfalls dann anzunehmen, wenn der Arbeitnehmer unangemessen lange an das Arbeitsverhältnis gebunden wird. Dies gilt auch dann, wenn die Vereinbarung erst nach Abschluss der Fortbildungsmaßnahme getroffen wurde.

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2009, AZ: 3 AZR 173/08)

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17.09.2009
Mietrecht
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Kostenerstattungsanspruch des Mieters bei unwirksamer Endrenovierungsklausel

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FACHGEBIET:  Mietrecht
STICHWORT: Miete, Endrenovierung, Ersatzanspruch, Kostenerstattung

Der für das Wohnraummietrecht zuständige VII. Senat des BGH hatte sich mit der Frage zu befassen, ob ein Mieter, der im Vertrauen auf die Gültigkeit einer Endrenivierungsklausel Renovierungsarbeiten ausführt, möglicherweise gegen den Vermieter Ersatzansprüche geltend machen kann.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 27.05.2009, AZ: VIII ZR 302/07)             

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13.09.2009
Versicherungsrecht
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Schadenersatzpflicht des Versicherungsmaklers bei Verletzung von Beratungspflichten

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FACHGEBIET:  Versicherungsrecht
STICHWORTE: Haftung, Versicherungsmakler, BGH                                                 

Der in die Abwicklung eines Unfallschadens eingeschaltete Versicherungsmakler muss den Versicherungsnehmer regelmäßig auf die Frist zur ärztlichen Feststellung einer Invalidität und ihrer Geltendmachung gegenüber dem Versicherer nach  § 7 I (1) AUB (1994) hinweisen, wenn für ihn erkennbar ist, dass Ansprüche wegen Invalidität gegen den Unfallversicherer ernsthaft in Betracht kommen.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.07.2009, AZ: III ZR 21/09)    

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09.09.2009
Mietrecht
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Zum ordentlichen Kündigungsrecht des Vermieters ohne vorherige Abmahnung bei wiederholter Beleidigung von Mitmietern durch einen Mieter

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FACHGEBIET:  Mietrecht
STICHWORT: Abmahnung, Kündigung, Vermieter, Beleidigung, Störung, Hausfrieden

Derbe und diskriminierende Beleidigungen von Mitmietern berechtigen einen Vermieter, den diese Äußerungen von sich gebenden Mietern ohne Abmahnung ordentlich zu kündigen. Der Vermieter hat ein Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses, weil der Hausfrieden in seinem Anwesen dadurch nachhaltig gestört wird

(AG Coburg, Urteil vom 25.09.2008, AZ: 11 C 1036/08)

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05.09.2009
Vertragsrecht
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Zur Haftung eines mit der Wartung eines Motors beauftragten Unternehmens im Fall der Nichtbeachtung der Wartungsvorschriften des Herstellers

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FACHGEBIET:  Vertragsrecht
STICHWORT: Werkvertrag, Vertretenmüssen, Hersteller, Wartungsvorschriften

Der unter anderem für das Werkrecht zuständige VII. Senat des Bundesgerichtshofes hatte sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob sich ein Wartungsunternehmen dann schadensersatzpflichtig macht, wenn es bei der Wartung eines Motors, die über die anerkannten Regeln der Technik hinausgehenden Wartungsvorschriften des Motorenherstellers nicht beachtet

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.07.2009, AZ.: VII ZR 164/08)

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01.09.2009
Versicherungsrecht
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Verlust der Haftungsfreistellung in einem KFZ-Mietvertrag nach Verkehrsunfall

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FACHGEBIET:  Versicherungsrecht
STICHWORT: Haftungsbeschränkung, AGB, Klauselkontrolle, Mietwagen

Wird in AGB die dem Mieter eines Kraftfahrzeugs gegen Zahlung eines zusätzlichen Entgelts gewährte Haftungsfreistellung davon abhängig gemacht, dass er bei Unfällen die Polizei hinzuzieht, liegt darin keine unangemessene Benachteiligung im Sinne des § 307 BGB.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 10.06.2009, AZ: XII ZR 19/08)

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28.08.2009
Sozialversicherungsrecht
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Höheres Schonvermögen für die Altersvorsorge von langjährig Selbständigen

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FACHGEBIET: Sozialversicherungsrecht
STICHWORT: Alterversorgung, Schonvermögen

Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden, dass bei langjährig Selbständigen eine Pflicht zur Verwertung von Lebensversicherungen wegen des Vorliegens eines Härtefalls im Sinne des § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6, 2. Alt. SGB II ausscheiden kann. Wenn das höhere Altersvorsorgevermögen subjektiv und objektiv für die Altersvorsorge bestimmt ist, keine Risikoanlage beinhaltet und anderenfalls eine Versorgungslücke entsteht, kann die private Altersversorgung privilegiert sein.

(Bundessozialgericht, Urteil vom 07.05.2009, AZ: B 14 AS 35/08 R)

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24.08.2009
Erbrecht
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Bundestag verabschiedet Erbrechtsreform

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FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: Erbrechtsreform, Pflichtteilsentziehung, Stundungsgründe, Pflichtteilsergänzungsanspruch, Erbausgleich

Der Bundestag hat am 02.07.2009 die von der Bundesregierung vorgeschlagene Reform des Erb- und Verjährungsrechts verabschiedet. Die neuen Regeln werden einheitlich zum 01. Januar 2010 in Kraft treten. 

(Pressemitteilung des BMJ vom 02.07.2009)

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20.08.2009
Baurecht
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Änderung des BauFordSiG in Kraft getreten - Gesetzgeber erweitert das Entnahmerecht des an der Herstellung beteiligten Baugeldempfängers

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FACHGEBIET: Baurecht
STICHWORT: Baurecht, Forderung, Sicherung, Bauforderungssicherungsgesetz (BauFordSiG)

Die maßgebliche Gesetzesänderung wurde am 03.08.2009 im Bundesgesetzblatt verkündet. 

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16.08.2009
Mietrecht
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Wohnflächenberechnung bei Balkonen und Dachterrassen – Ist das halbe Maß voll?

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Wohnungsmietrecht, Mietrecht, Wohnfläche, Minderung, Terrassen, Balkone

Bei mangelnder Vereinbarung der Parteien über die Berechnung der Wohnfläche im Hinblick auf vorhandene Außenflächen ist die Ermittlung der Wohnfläche anhand der „ortsüblichen Berechnungsweise“ durchzuführen (Leitsatz des Bearbeiters)

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 22.04.2009, AZ: VIII ZR 86/08)

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12.08.2009
Gesellschaftsrecht
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Nach Neufassung des § 4a GmbHG können auch Nicht-EU-Ausländer ohne Einreisemöglichkeit zum Geschäftsführer einer deutschen GmbH bestellt werden

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FACHGEBIET: Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Geschäftsführer, GmbH, Nicht-EU-Ausländer, Bestellung, Sitztheorie, Gründungstheorie

Das Oberlandesgericht Düsseldorf äußerte sich in seinem Beschluss vom 16.04.2009 zu der Frage, ob auch ein Nicht-EU-Ausländer ohne Möglichkeit zur Einreise in die Bundesrepublik den Anforderungen des § 6 II GmbHG genügt und insoweit zum Geschäftsführer einer deutschen GmbH bestellt werden kann.

(OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.04.2009, AZ: I-3 Wx 85/09)

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08.08.2009
Mietrecht
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Stromsperre durch Vermieter bei beendeter Gewerbemiete keine verbotene Eigenmacht – probates Druckmittel des Vermieters auch im Wohnungsmietrecht?

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Mietvertrag, Gewerbe, Stromsperre, verbotene Eigenmacht, Wohnraummiete

Der Vermieter ist jedenfalls dann nicht mehr dazu verpflichtet, die Mietsache mit Strom zu versorgen, wenn das Mietverhältnis beendet ist. Stellt er hiernach die Stromversorgung ein, liegt keine verbotene Eigenmacht vor. (Leitsatz des Bearbeiters)

(LG Berlin, Beschluss vom 22.12.2008, AZ: 12 O 480/08)



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04.08.2009
Steuerrecht
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Erstattungsanspruch bei zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Eheleuten

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FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Steuerrecht, Finanzamt, Veranlagung, Erstattung, Einkommenssteuer, Insolvenz

Leitsatz und Orientierungssatz:

1.Werden Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer zusammen veranlagter Eheleute ohne die ausdrückliche Bestimmung geleistet, dass mit der Zahlung nur die Schuld des Leistenden beglichen werden soll, muss das FA eine Überzahlung beiden Eheleuten zu gleichen Teilen erstatten (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung); das gilt auch, wenn über das Vermögen des anderen Ehegatten das Insolvenzverfahren eröffnet war. (Leitsatz)


2. Das Finanzamt ist im Zeitpunkt der Vorauszahlung weder dazu in der Lage noch dazu verpflichtet, Vermutungen über eine bestimmte wirtschaftliche Interessenlage auf Seiten der steuerpflichtigen Eheleute für den Fall anzustellen, dass die Vorauszahlungen zu einem späteren Zeitpunkt die festgesetzte Steuer übersteigen und damit zu einem Erstattungsanspruch führen. (Orientierungssatz)

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 30.09.2008, AZ: VII R 18/08)



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31.07.2009
Gesellschaftsrecht
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Eintragungsfähigkeit einer eingeschränkten Generalvollmacht im Handelsregister

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FACHGEBIET: Handels- und Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Vertretung, Generalvollmacht, Handelsregistereintragung, Eintragungsfähigkeit

Leitsätze (verkürzt):


1. Eine Generalvollmacht kann nicht in das Handelsregister eingetragen werden.

2. Mit der Prokura, deren wesentliches Merkmal die absolute Unbeschränkbarkeit im Außenverhältnis ist, kann die Generalvollmacht nicht verglichen werden. Die Eintragung würde zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit führen.

(OLG Hamburg, Urteil vom 04.12.2008, AZ: 11 Wx 80/08)



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27.07.2009
Arbeitsrecht
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Bundesverfassungsgericht stärkt Recht auf Beratungshilfe

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht / Sozialversicherungsrecht
STICHWORT: Beratungshilfe

Die Verfassungsbeschwerde betraf die rechtswidrige Versagung von Beratungshilfe durch das zuständige Amtsgericht für einen Widerspruch gegen die Kürzung von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II).
Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) hat mit Beschluss vom 11.05.2009 entschieden, dass die angegriffene richterliche Entscheidung die Beschwerdeführerin in ihrem Anspruch auf Rechtswahrnehmungsgleichheit gemäß Art. 3 Abs. 1 i.V.m.
Art. 20 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 3 GG verletzt.

(BverfG, Beschluss vom 11.05.2009, AZ: 1BvR 1517/08)



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20.07.2009
Steuerrecht
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Bundesfinanzhof erachtet Bankgeheimnis nicht als ein generelles Hindernis im Hinblick auf Kontrollmitteilungen anlässlich von Bankenprüfungen

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FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Steuerrecht, Finanzamt, Kontrollmitteilung, Bankenprüfung

Leitsätze (Auszug):

1. Kontrollmitteilungen aus Anlass von Bankenprüfungen sind, wenn keine legitimationsgeprüften Konten oder Depots betroffen sind, nach § 194 Abs. 3 AO grundsätzlich ohne besonderen Anlass zulässig. Aus § 30a Abs. 1 AO ergibt sich keine weitergehende Auswertungsbeschränkung "im Bankenbereich".

4. "Hinreichend veranlasst" ist eine Kontrollmitteilung dann, wenn das zu prüfende Bankgeschäft Auffälligkeiten aufweist, die es aus dem Kreis der alltäglichen und banküblichen Geschäfte hervorheben oder eine für Steuerhinterziehung besonders anfällige Art der Geschäftsabwicklung erkennen lassen, die --mehr als es bei Kapitaleinkünften aus bei Banken geführten Konten und Depots stets zu besorgen ist-- dazu verlockt, solche Einkünfte dem FA zu verschweigen, wenn also eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entdeckung unbekannter Steuerfälle besteht.

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 09.12.2008, AZ: VII R 47/07)



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17.07.2009
Versicherungsrecht
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Vollkaskoschutz bei an Dritte überlassenen Mietwagen

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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Vereinbaren die Parteien eines gewerblichen Kraftfahrzeugmietvertrages gegen Entgelt eine Haftungsreduzierung für den Mieter nach Art der Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung, so verliert der Mieter diesen Versicherungsschutz nicht, wenn ein Dritter, dem er das Fahrzeug überlassen hat, dieses schuldhaft beschädigt. Entgegenstehende AGB beeinträchtigen den Mieter unangemessen und sind deshalb gemäß § 307 BGB unwirksam.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.05 2009, AZ: XII ZR 94/07)



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10.07.2009
Mietrecht
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Mieterhöhung bei geringerer Wohnfläche als im Vertrag angegeben

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FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORTE: Minderfläche, Wohnfläche, Mieterhöhung, Minderung, Mietvertrag, Zustimmung
 
Der BGH hatte darüber zu entscheiden, ob im Falle einer gegenüber den Angaben im Mietvertrag tatsächlich geringeren Wohnfläche einer Mietwohnung eine Mieterhöhung gleichwohl auf Grundlage der vertraglich vorausgesetzten Wohnungsgröße erfolgen kann.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 08.07.2009, AZ: VIII ZR 205/08)



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09.07.2009
Arbeitsrecht
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Pflicht des Arbeitgebers zur Beendigung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung eines Stammarbeitnehmers

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: betriebsbedingte Kündigung, Kündigungsschutz, Kündigungsschutzklage, Leiharbeit 

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte in seiner Entscheidung vom 03.03.2009 Stellung zu der Frage zu beziehen, inwieweit ein Arbeitgeber zur Kündigung eines dauerhaft beschäftigten Leiharbeitnehmers verpflichtet ist, um die betriebsbedingte Kündigung eines Stammarbeitnehmers zu vermeiden.

(LArbG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 03.03.2009, AZ: 12 Sa 2468/08)



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01.07.2009
Verkehrsrecht
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Wegen mangelnder Fahreignung kann die inländische Fahrerlaubnisbehörde auch die ausländische EU-Fahrerlaubnis aberkennen

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FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Führerscheinentzug

Dem Inhaber eines Führerscheins, der in einem anderen EU-Mitgliedstaat nach einer Fahrerlaubnisentziehung in Deutschland ausgestellt wurde, kann bei weiterhin fehlender Fahreignung das Recht aberkannt werden, von seiner neuen Fahrerlaubnis im Bundesgebiet Gebrauch zu machen, wenn auf der Grundlage von Angaben in diesem Führerschein feststeht, dass sein Inhaber zum Zeitpunkt der Ausstellung seinen ordentlichen Wohnsitz nicht im Ausstellermitgliedstaat hatte.

(BVerwG, Urteil vom 11.12.2008, AZ: 3 C 26/07)

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30.06.2009
Medizinrecht
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Erhöhung des Regelleistungsvolumens bei Praxisbesonderheiten

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FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Regelleistungsvolumen

Die Schwelle für die Anerkennung von Praxisbesonderheiten, die zunächst bei 30% lag, wurde mit Wirkung zum Beginn des II. Quartal 2009 auf 15% abgesenkt. Bei anzuerkennenden Praxisbesonderheiten ist nunmehr auf Antrag eine Neuberechnung des festgesetzten Regelleistungsvolumens (RLV) vorzunehmen, wenn der (fiktive) arztindividuelle RLV-Fallwert für das I. Quartal 2008 den durchschnittlichen RLV-Fallwert der Arztgruppe um mindestens 15% übersteigt.

(1. Änderungsvereinbarung zum Honorarvertrag 2009 vom 31.03.2009)

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26.06.2009
Erbrecht
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Reichweite einer „transmortalen“ Kontovollmacht

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FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: "Transmortale" Kontovollmacht

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die einem Ehepartner erteilte „transmortale“ Kontovollmacht grundsätzlich weder zu Lebzeiten des Erblassers noch nach seinem Tod zur Umschreibung des Kontos auf den Bevollmächtigten berechtigt.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 24.03.2009, AZ: XI ZR 191/08)

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23.06.2009
Arbeitsrecht
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Unwirksamkeit von sog. „doppelten Schriftformklauseln“ im Arbeitsvertrag

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FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: Schriftformklauseln

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass eine vom Arbeitgeber in einem formularmäßigen Arbeitsvertrag als allgemeine Geschäftsbedingung verwendete sog. „doppelte Schriftformklausel“ bei einem Arbeitnehmer den Eindruck erwecken kann, dass jede spätere vom Vertrag abweichende mündliche Abrede nichtig sei.

Eine zu weit gefasste „doppelte Schriftformklausel“ ist daher nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts irreführend und benachteiligt den Arbeitnehmer deshalb unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 BGB.

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.05.2008, AZ: 9 AZR 382/07)

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23.06.2009
Verkehrsrecht
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Fehlende Originallackierung bei einem Gebrauchtfahrzeug kein Mangel

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Gebrauchtwagenkauf

Der Bundesgerichtshof hatte darüber zu entscheiden, ob der Käufer eines gebrauchten Kraftfahrzeugs ohne vorherige Fristsetzung vom Kaufvertrag zurücktreten kann, wenn die bei Abschluss des Kaufvertrages vorhandene Originallackierung vor der Auslieferung des Fahrzeugs beschädigt wird.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.05.2009, AZ: VIII ZR 191/07)

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19.06.2009
Verkehrsrecht
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Abschleppkosten für unbefugt auf Privatgrundstücken abgestellte Kraftfahrzeuge

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Abschleppkosten

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass unbefugt auf fremden Grundstücken abgestellte Kraftfahrzeuge abgeschleppt werden dürfen und nur gegen Bezahlung der Abschleppkosten herausgegeben werden müssen.

(Urteil des BGH v. 05.06.2009 – V ZR 144/08)

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09.06.2009
Familienrecht
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Bundestag verabschiedet Reform des Zugewinnausgleiches

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Zugewinnausgleich

Der Deutsche Bundestag hat am 14.05.2009 den von Bundesjustizministerin Zypries vorgeschlagenen Änderungen des Zugewinnausgleiches zugestimmt. Die Neuregelungen beim Zugewinnausgleich sollen für mehr Gerechtigkeit bei der Vermögensauseinandersetzung im Zuge einer Ehescheidung sorgen.

(Pressemitteilung des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BMJ vom 14.05.2009)

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02.06.2009
Mietrecht
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Schadensersatz bei vorgetäuschtem Eigenbedarf

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Eigenbedarfskündigung

Der BGH hat sich in seiner Entscheidung vom April 2009 zur einer Eigenbedarfskündigung geäußert, die zvor vor dem Amtsgericht Schöneberg und Kammergericht Berlin verhandelt wurde. Aus der Entscheidung läßt sich erkennen, dass selbst bei einvernehmlicher Aufhebung des Mietverhältnisses dies - in Ansehung einer formal unwirksamen Eigenbedarfskündigung - eine Kostenfalle für den Vermieter darstellen kann.

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28.05.2009
Familienrecht
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Kindergartenbeiträge sind in den Beträgen der Unterhaltstabellen nicht enthalten

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Kindesunterhalt

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Kindergartenbeiträge bzw. vergleichbare Aufwendungen für die Betreuung eines Kindes nicht in den Unterhaltsbeträgen der Unterhaltstabellen enthalten sind. Kindergartenbeiträge können zusätzlich zum Tabellenunterhalt geltend gemacht werden. Die in einer Kindereinrichtung anfallenden Verpflegungskosten sind allerdings mit dem Tabellenunterhalt abgegolten.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 26.11.2008 – XII ZR 65/07)

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11.05.2009
Verkehrsrecht
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Die Ersatzpflicht des Erstschädigers auf die fiktiven Reparaturkosten bleibt auch bei einem Zweitschaden bestehen
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Fiktive Reparaturkosten

Der Geschädigte kann vom Schädiger die fiktiven Kosten der Reparatur seines Pkw auch dann verlangen, wenn das Fahrzeug bei einem späteren Unfall am gleichen Karosserieteil zusätzlich beschädigt worden ist, die Reparatur des Zweitschadens zwangsläufig zur Beseitigung des Erstschadens geführt hat und der Kaskoversicherer des Geschädigten aufgrund seiner Einstandspflicht für den späteren Schaden die Reparaturkosten vollständig erstattet hat (Leitsatz).

Der Kaskoversicherer erfüllt keine Schuld des Erstschädigers, wenn zwischen beiden Schäden kein kausaler Zusammenhang besteht, und der Geschädigte muss sich erstens auch nicht den Ausgleich des Schadens im Wege der Vorteilsanrechnung anrechnen lassen und zweitens ist die Erfüllung des einmal entstandenen Schadenersatzanspruch nicht durch die Zweitreparatur unmöglich geworden und untergegangen.

(Urteil des BGH v. 12.03.2009 - VII ZR 88/08)

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08.05.2009
Versicherungsrecht
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Kein Versicherungsschutz durch Rechtsschutzversicherung bei Ansprüchen auf Schadenersatz aus Insolvenzfalschberatung

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Rechtschutzversicherung

Es besteht kein Versicherungsschutz für Insolvenzverfahren über das Vermögen des Versicherungsnehmers, denn § 3 Abs. 3c ARB 2000 will den Versicherer von dem gesteigerten Risiko befreien, das in einer mit dem Insolvenzverfahren einhergehenden Prozesshäufung liegt. Von diesem Ausschluss werden sämtliche Auseinandersetzungen erfasst, die kausal auf die Insolvenz des Versicherungsnehmers zurückzuführen sind. Die Insolvenzspezifische Gefahr realisiert sich auch bei Schadensersatzansprüchen gegen fehlerhaft den Insolvenzschuldner beratende Rechtsanwälte.

(AG Mannheim, Beschluss v. 10.03.2009 – 2 C 70/09)

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05.05.2009
Medizinrecht
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Kleinpraxen muss in Honorarverteilungsverträgen ein Wachstum des Individualbudgets bis zum Fachgruppendurchschnitt zugestanden werden

Rechtsanwälte RKKM Berlin, Brandenburg
FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Wachstumsregelungen

Das Bundessozialgericht hat in seinem Urteil vom 28.01.2009 entschieden, dass Wachstumsregelungen in Honorarverteilungsverträgen, die sog. Kleinpraxen auf unterdurchschnittliche Honorarvolumina begrenzen, unzulässig sind.

(BSG, Urteil vom 28.01.2009-B 6 KA 05/08 R)

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30.04.2009
Erbrecht
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Erben sollten sich vor einer Ausschlagung genau über den Nachlass informieren

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: Ausschlagung

Bereits mit Beschluss vom 05.09.2008 hat das OLG Düsseldorf die Anfechtungserklärung eines potentiellen Erben zurückgewiesen. Dieser hatte die Erbschaft zuvor aufgrund von bloßen Spekulationen ausgeschlagen, ohne sich über die Zusammensetzung des Nachlasses genau zu informieren.

(OLG Düsseldorf, Beschluss vom 05.09.2008 – I-3 Wx 123/08)

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28.04.2009
Familienrecht
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Abwägung in Sorgerechtsstreitigkeiten muss sich am Kindeswohl orientieren

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Aufenthaltsbestimmungsrecht

In einer einstweiligen Anordnung vom 11.02.2009 hebt das Bundesverfassungsgericht hervor, dass sich die gerichtliche Abwägung in Sorgerechtsstreitigkeiten vorrangig am Kindeswohl zu orientieren hat. Dies gilt auch für das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teilbereich der elterlichen Sorge.

(Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 11.02.2009 – 1 BvR 142/09)

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24.04.2009
Gesellschaftsrecht
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Haftung des Aufsichtsrats bei Zahlungen durch die Gesellschaft trotz Insolvenzreife

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Haftung des Aufsichtsrats

1. Das Zahlungsverbot des § 92 Abs. 2 Satz 1 AktG (entsprechend § 64 Satz 1 GmbHG) gilt ab Eintritt der Insolvenzreife und nicht erst ab dem Ende der Insolvenzantragsfrist.
2. Stellt der Aufsichtsrat fest, dass die Gesellschaft insolvenzreif ist, hat er darauf hinzuwirken, dass der Vorstand rechtzeitig einen Insolvenzantrag stellt und keine Zahlungen leistet, die mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nicht vereinbar sind. Verstößt er hiergegen schuldhaft, kann er der Gesellschaft gegenüber zum Schadensersatz verpflichtet sein.

(BGH 16.03.2009  AZ: II ZR 280/07)

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22.04.2009
Versicherungsrecht
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Schutz des Partners einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft vor übergegangenen Ansprüchen auf Kaskoversicherung
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FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Der Bundesgerichtshofs hat zur der Frage Stellung genommen, ob der in § 67 Abs. 2 VVG a.F. festgesetzte Ausschluss des Übergangs von Schadensersatzansprüchen gegen einen mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen auch für Ansprüche gegen den nichtehelichen Lebensgefährten des Versicherungsnehmers gilt und hat dies bejaht: Der BGH zieht den nichtehelichen Lebenspartner mit in den Schutzbereich des § 67 Abs. 2 VVG a.F. ein.

(BGH, Urteil v. 22.04.2009 – IV ZR 160/07)

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17.04.2009
Steuerrecht
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Bundesfinanzhof bestätigt die Abzugsfähigkeit von beruflich bedingten Wiedergutmachungszahlungen an das geschädigte Tatopfer

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Wiedergutmachungszahlungen

Das Abzugsverbot des § 12 Nr. 4 EStG greift nicht, wenn das Strafgericht dem Steuerpflichtigen zur Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens eine Geldauflage nach § 56b Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 StGB erteilt. Solche Zahlungen sind nach den allgemeinen Grundsätzen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig.

(BFH 15.01.2009  VI R 37/06)

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15.04.2009
Arbeitsrecht
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Neue Grenzwerte für die Wohnkosten von Arbeitslosengeld II-Empfängern in Berlin

Rechtsanwälte RKKM Berlin
Fachgebiet: Arbeitsförderungsrecht, Sozialrecht
Stichworte: Kosten der Unterkunft, AV-Wohnen

Seit dem 01.03.2009 gelten in Berlin für die Bewertung der Angemessenheit von Wohnkosten der Arbeitslosengeld II-Empfänger die neuen Ausführungsvorschriften zur Gewährung von Leistungen gemäß § 22 SGB II und §§ 29 und 34 SGB XII (kurz: AV-Wohnen).

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08.04.2009
Medizinrecht
Honorarreform 2009 - Anpassung des Regelleistungsvolumens

Rechtsanwälte RKKM Brandenburg
FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Honorarreform 

Hier erhalten Sie Informationen zur Frage der Anpassung des Regelleistungsvolumens und des Ausgleichs überproportionaler Honorarverluste im Geltungsbereich der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg aufgrund der Honorarreform 2009 sowie den dazu gehörenden rechtlichen Möglichkeiten.

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07.04.2009
Verkehrsrecht
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Verhältnis von Nutzungsausfallentschädigung zur Schadenminderungspflicht des Geschädigten
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Nutzungsausfallentschädigung

Steht dem Geschädigten nach einem Unfall über den vom Sachverständigen veranschlagten Zeitraum für die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs hinaus bis zur Lieferung des bereits vor dem Unfall bestellten Fahrzeugs bei der gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise keine weitere Nutzungsausfallentschädigung zu, kommt auch ein auf die fiktiven Kosten für die Anschaffung eines Interimsfahrzeugs begrenzter Anspruch auf Nutzungsersatz nicht in Betracht.

(BGH, Urteil v. 10.03.2009 - VI ZR 211/08)

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31.03.2009
Erbrecht
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Bundesverfassungsgericht stärkt Rechte nichtehelicher Kinder auch im Erbrecht

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: Gleichstellung nichtehelicher Kinder

Eine Benachteiligung nichtehelicher Kinder, deren Eltern die Ehe nach dem 01.07.1998 geschlossen haben, gegenüber denjenigen, deren Eltern vor diesem Tag geheiratet haben, ist mit Artikel 6 Abs. 5 GG nicht vereinbar.

(Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 08.01.2009 – 1 BvR 755/08)

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31.03.2009
Steuerrecht
2. Konjunkturprogramm - Senkung der Einkommensteuer
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Einkommensteuer

Im Rahmen des vorliegenden Maßnahmenpakets der Bundesregierung erfolgt im Jahr 2009 eine Entlastung in Höhe von 2,9 Mrd. € und ab 2010 in Höhe von 6,05 Mrd. € durch eine Senkung der Einkommensteuer, von der auch mittelständische Unternehmen (Personengesellschaften) profitieren werden.

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31.03.2009
Gesellschaftsrecht
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Insolvenzantragspflicht für GmbH-Geschäftsführer trotz Gläubigerinsolvenzantrag
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Insolvenzantragspflicht

Die Insolvenzantragspflicht des Schuldners entfällt nicht schon, wenn ein Gläubiger Insolvenzantrag gestellt hat, sondern erst mit der Entscheidung des Insolvenzgerichts über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Ein Liquidator ist nicht nach § 84 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG strafbar, wenn er nach Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse die Stellung eines Insolvenzantrags unterlässt, obwohl der in Liquidation befindlichen Gesellschaft mittlerweile neue Vermögenswerte zugefallen sind, die allerdings nicht ausreichen, die Insolvenzlage zu beseitigen.

(Beschluss des BGH v. 28.10.2008 - 5 Str 166/08)

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30.03.2009
Verkehrsrecht
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Schadenersatzpflicht bei Sturmschäden durch ungesichert abgestellten Kfz-Anhänger
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrssicherungspflicht

Das Landgericht Stuttgart hat in einem nicht rechtskräftigem Urteil festgestellt, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung für die Schäden haftet, die durch einen bei ihr versicherten Kfz-Hänger entstehen, wenn dieser durch Entleiher des Anhängers auf der Straße trotz einer im öffentlichen Rundfunk getätigten Sturmwarnung nur leicht gesichert stehen bleibt und eben durch diesen Sturm gegen ein Fahrzeug eines Dritten gedrückt wird und dieses dadurch beschädigt wird.

(LG Stuttgart v, 19.11.2008 – 4 S 255/07)

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24.03.2009
Familienrecht
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Bundesgerichtshof begrenzt nachehelichen Betreuungsunterhalt

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET:  Familienrecht
STICHWORT:  Nachehelicher Betreuungsunterhalt

Der Bundesgerichtshof stellt sich in seinem Urteil vom 18.03.2009 gegen die Auffassung des Kammergerichtes Berlin. Das Kammergericht hatte einer geschiedenen Ehefrau noch einen unbefristeten und unbegrenzten nachehelichen Unterhaltsanspruch für die Betreuung eines gemeinsamen Kindes zugesprochen. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes hat das Kammergericht die Möglichkeiten der Kinderbetreuung in einem Schulhort bis 16:00 Uhr nicht hinreichend gewürdigt.

(BGH, Urteil vom 18.03.2009 – XII ZR 74/08)

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20.03.2009
Arbeitsrecht
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Außerordentliche Kündigung durch Arbeitnehmer

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Arbeitsrecht
STICHWORT: Kündigung

Das BAG hatte folgende Frage zu klären:

Kann sich der Arbeitnehmer nach einer von ihm ausgesprochenen außerordentlichen Kündigung (bei Zahlungsverzug des Arbeitgebers mit dem Lohn) darauf berufen, dass kein Kündigungsgrund vorlag und deshalb das Arbeitsverhältnis nicht aufgelöst worden ist?

(Urteil des BAG vom 12.03.2009 – 2 AZR 894/07)

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17.03.2009
Mietrecht
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Vertrag bürdet Mieter Außenanstrich der Fenster auf – das Aus für die Schönheitsreparaturklausel

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Schönheitsreparaturen

Der BGH hatte folgende Fragen zu entscheiden:

Darf dem Mieter im Rahmen der formularmäßigen Überbürdung der Schönheitsreparaturverpflichtung auch das Anstreichen der Außenseiten der Fenster und Türen auferlegt werden?

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11.03.2009
Versicherungsrecht
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Enkel sind keine mitversicherten Personen in der Familienrechtsschutzversicherung
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Rechtsschutzversicherung

Das Kammergericht hat in einem Beschluss entschieden, dass die Rechtsschutzversicherungsbedingungen nicht dahingehend ausgelegt werden können, dass auch Enkelkinder mitversichert sind, wenn sie Kinder einer mitversicherten Person sind und mit dem Versicherungsnehmer in einem Haushalt als Familie zusammenleben, unterhalten werden und auch die sonstigen Voraussetzungen, wie Minderjährigkeit oder fehlendes erstes Einkommen, gegeben sind.

(Beschluss des Kammergerichts v. 09.12.2008 – 6 U 175/08)

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28.02.2009
Mietrecht
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Wirksamkeit einer nachträglich getroffenen Vereinbarung über die Endrenovierung der Mietwohnung
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Schönheitsreparaturen

Der BGH hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine erst bei Übergabe der Wohnung individuell vereinbarte Endrenovierungsklausel schon deshalb unwirksam ist, weil sie mit einer unwirksamen Formularklausel über die Verpflichtung zur Vornahme von Schönheitsreparaturen zusammentrifft.

(Urteil des BGH v. 12.09.2007 - VIII ZR 316/06)

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28.02.2009
Steuerrecht
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Verfassungswidrigkeit der gekürzten Entfernungspauschale
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Steuerrecht
STICHWORT: Entfernungspauschale

Verfassungswidrigkeit der ab dem 01.01.2007 geltenden Neuregelung der Entfernungspauschale für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte: Unvereinbarkeit mit den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes  - vorläufige Anwendbarkeit der Pauschale des § 9 Abs. 2 S. 2 EStG bis zur gesetzlichen Neuregelung ohne Beschränkung auf Entfernungen erst ab dem 21. Kilometer

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27.02.2009
Familienrecht
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Bundestag beschließt Reform des Versorgungsausgleiches

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET:  Familienrecht
STICHWORT:  Versorgungsausgleich


Der Bundestag hat am 12.02.2009 die vom Bundesjustizministerium vorgeschlagene Reform des Versorgungsausgleiches beschlossen. Das Gesetz sieht eine wesentliche Vereinfachung des im Rahmen einer Scheidung grundsätzlich durchzuführenden Versorgungsausgleiches vor. Der Gesetzesentwurf bedarf allerdings noch der Zustimmung des Bundesrates. Die neuen Regelungen sollen am 01.09.2009 in Kraft treten.

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26.02.2009
Mietrecht
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Wirksamkeit eines einseitigen Ausschlusses des ordentlichen Kündigungsrechtes des Mieters in einem Formularmietvertrag

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Kündigung

Der BGH musste die Frage entscheiden: Liegt in dem einseitigen Ausschluss des ordentlichen Kündigungsrechtes des Mieters durch eine Klausel in einem Formularmietvertrag eine unangemessene Benachteiligung des Mieters? 

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23.02.2009
Gesellschaftsrecht
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Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für Lohnsteuer bei Insolvenz
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Gesellschaftsrecht
STICHWORT: Geschäftsführerhaftung

In einem Fall zur persönlichen Haftung des Geschäftsführers für Lohnsteuerverbindlichkeiten hatte der Bundesfinanzhof (AZ: VII R 27/07) zu entschieden, ob der Insolvenzantrag allein bereits eine Haftung des Geschäftsführers für die Zeiträume danach entfallen lasse. Dazu kommt der BFH zu folgenden Leitsätzen:

1. Allein der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens befreit den GmbH-Geschäftsführer nicht von der Haftung wegen Nichtabführung der einbehaltenen Lohnsteuer.

2. Sind im Zeitpunkt der Lohnsteuer-Fälligkeit noch liquide Mittel zur Zahlung der Lohnsteuer vorhanden, besteht die Verpflichtung des Geschäftsführers zu deren Abführung so lange, bis ihm durch Bestellung eines (starken) Insolvenzverwalters oder Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Verfügungsbefugnis entzogen wird.

3. Die Haftung ist auch nicht ausgeschlossen, wenn die Nichtzahlung der fälligen Steuern in die dreiwöchige Schonfrist fällt, die dem Geschäftsführer zur Massesicherung ab Feststellung der Zahlungsunfähigkeit gemäß § 64 Abs. 1 Satz 1 GmbHG eingeräumt ist.

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13.02.2009
Verkehrsrecht
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Rücktritt vom Gebrauchtwagenkauf wegen Feuchtigkeit im Fahrzeuginnenraum

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Gebrauchtwagenkauf

Der Bundesgerichtshofs hat darüber entschieden, unter welchen Umständen das Eindringen von Feuchtigkeit in den Innenraum eines verkauften Gebrauchtwagens als ein den Rücktritt des Käufers ausschließender geringfügiger Mangel als unerhebliche Pflichtverletzung einzustufen ist, so dass ein Rücktritt gerade nicht in Betracht kommt. Für die Beurteilung kommt es nur auf den Zeitpunkt der Rücktrittserklärung des Käufers an.

(BGH, Urteil v. 05.11.2008 – VIII ZR 166/07 )

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12.02.2009
Immobilienrecht
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Zahlungspflicht eines Grundstückseigentümers für Kosten der Wasserversorgung bei bestehendem Vertragsverhältnis zwischen dem Versorger und dem Mieter

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Immobilienrecht
STICHWORT: Versorger und Eigentümer

Dem Bundesgerichtshof lag folgende Frage zur Entscheidung vor:

Muss auf Grund der Tatsache, dass ein Versorgungsunternehmen ein Grundstück mit Wasser beliefert und das angefallene Abwasser entsorgt, davon ausgegangen werden, dass ein Vertragsverhältnis zwischen Versorgungsunternehmen und Grundstückseigentümer zustande kommt, woraus der Grundstückseigentümer zur Zahlung verpflichtet ist, wenn es zwischen dem nutzungsberechtigten Mieter und dem Versorgungsunternehmen keinen ausdrücklichen Vertrag gibt?

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03.02.2009
Medizinrecht
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Nachbesetzung bei einer anästhesiologischen Vertragsarztpraxis

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Vertragsarztpraxis

Das Landessozialgericht Schleswig-Holstein setzte sich in einem jüngst veröffentlichten Beschluss vom 15.05.2008 mit der Fortführungsfähigkeit einer anästhesiologischen Vertragsarztpraxis ohne schmerztherapeutische Tätigkeit auseinander. Derartige anästhesiologische Praxen verfügen in der Regel weder über Praxisinventur und Personal, noch über nennenswerte medizinische Geräte, so dass sich eine Praxisfortführung regelmäßig problematisch darstellt.

(LSG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 15.05.2008- L 4 B 369/08 KA ER)

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03.02.2009
Versicherungsrecht
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Anerkenntnis des Haftpflichtversicherers durch Regulierungszusage des Generalvertreters
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Haftpflichtversicherung

Der BGH hat entschieden, dass die Regulierungszusage des Haftpflichtversicherers gegenüber dem Geschädigten dahingehend zu verstehen ist, dass erstens der Versicherer seinem Versicherungsnehmer gegenüber deckungspflichtig ist und zweitens in dessen Namen den Haftpflichtanspruch anerkennt.

Liegen diese beiden Aussagen vor, ist ein beide Rechtsverhältnisse umfassendes, den Versicherer wie auch den Versicherungsnehmer verpflichtendes, deklaratorisches Anerkenntnis gegenüber dem Geschädigten abgegeben worden.

(BGH, Urteil v. 19.11.2008 - IV ZR 293/05 )

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31.01.2009
Erbrecht
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Die Erbschaftssteuerreform ist am 01.01.2009 in Kraft getreten.

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Erbrecht
STICHWORT: Erbschaftssteuerreform

Am 01.01.2009 ist die Reform der Erbschaftssteuer in Kraft getreten. Die neuen Regelungen begünstigen vor allem Kinder und Ehegatten des Erblassers. Entferntere Verwandte und nicht-verwandte Erben werden stärker belastet.

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31.01.2009
Familienrecht
Auch Eheverträge, die einen unterhaltsberechtigten Ehegatten unverhältnismäßig begünstigen, können sittenwidrig sein.

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Familienrecht
STICHWORT: Eheverträge

Eine Inhaltskontrolle von Eheverträgen kann nicht nur zu Gunsten des unterhaltsbegehrenden
Ehegatten veranlasst sein, sondern im Grundsatz auch zu Gunsten des auf Unterhalt in Anspruch genommenen Ehegatten. Mit seiner Entscheidung vom 05.11.2008 kassiert der Bundesgerichtshof damit erstmals einen Ehevertrag, mit dem sich ein Ehemann gegenüber seiner Ehefrau zu unverhältnismäßig hohen Unterhaltszahlungen verpflichtet hatte.

(Urteil des BGH vom 05.11.2008 – XII ZR 157/06).

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30.01.2009
Verkehrsrecht
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Änderung der Bußgeld-Verordnung (BKatVO) und des StVG

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Bußgeld

Der Bußgeldkatalog wurde mit Wirkung zum 01.02.2009 geändert. Die wesentlichen Änderungen sind im Bereich des StVG (Erhöhung der Grenze für Bußgelder auf bis zu 2.000,00 EUR bzw. bei Trunkenheitsdelikten auf bis zu 3.000,00 EUR) und in der BKatVO (Bußgeldkatalog-Verordnung) zu finden.

In letzteren ist vor allem hervorzuheben, dass die Geldbußen für vorsätzliche Verstöße umfassend geregelt werden (das Doppelte des Regelsatzes) und dass in einigen Tatbeständen doch erhebliche Erhöhungen der Regelbußgeldsätze erfolgt sind.

Im Einzelnen sind folgende Bereiche hervorzuheben:
1. Überholen
2. Rotlichtverstoß
3. Alkohol / Drogen
4. Abstandsverstöße
5. Geschwindigkeitsverstöße

Im Anhang finden Sie einen Auszug aus dem Bußgeldkatalog zu diesen fünf Teilbereich.

Dierk Meinrenken
Rechtsanwalt

29.01.2009
Versicherungsrecht
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Eintrittspflicht des Rechtsschutzversicherers bei vom Versicherungsnehmer behaupteten Rechtsverstoß durch Kündigungsandrohung des Arbeitgebers

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Rechtsanwaltsgebühren

Der BGH die Frage entschieden, dass sich die Festlegung eines verstoßabhängigen Rechtsschutzfalles im Sinne der dem Versicherungsvertrag zugrunde liegenden Rechtschutzversicherungsbedingungen (ARB), hier § 14 (3) Satz 1 ARB 75, allein nach den vom Versicherungsnehmer behaupteten Pflichtverletzungen richtet. Das Vorbringen des Versicherungsnehmers muss dazu erstens einen objektiven Tatsachenkern - im Gegensatz zu einem bloßen Werturteil - enthalten, mit dem er zweitens den Vorwurf eines Rechtsverstoßes verbindet, der den Keim für eine rechtliche Auseinandersetzung enthält, und worauf er drittens seine Interessenverfolgung stützt.

Wichtig ist dazu die Ansicht des BGH, dass es auf die Schlüssigkeit, Substantiiertheit und Entscheidungserheblichkeit dieser Behauptungen nicht ankommt.

(BGH, Urteil v. 19.11.2008 – IV ZR 305/07)

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28.01.2009
Medizinrecht
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Wegfall der Altergrenze von 68 Jahren für Vertragsärzte

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Medizinrecht
STICHWORT: Altersgrenze

Mit Inkrafttreten des GKV– Organisationsweiterentwicklungsgesetzes (GKV–OrgWG) zum 01.01.2009 ist die bisher bestehende Altersgrenze für Vertragsärzte von 68 Jahren ersatzlos gestrichen worden. Die Gesetzesänderung wirkt auf den 01.01.2008 zurück.

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09.12.2008
Mietrecht
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Schönheitsreparaturen-Klausel im Mietvertrag: Nicht jedes Farbdiktat muss unwirksam sein!

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Schönheitsreparaturen

Eine formularvertragliche Klausel, die den Mieter dazu verpflichtet, die auf ihn abgewälzten Schönheitsreparaturen in "neutralen, hellen, deckenden Farben und Tapeten auszuführen", ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam, wenn sie nicht auf den Zustand der Wohnung im Zeitpunkt der Rückgabe der Mietsache beschränkt ist, sondern auch für Schönheitsreparaturen gilt, die der Mieter im Laufe des Mietverhältnisses vorzunehmen hat.

Die formularmäßige unangemessene Einengung des Mieters in der Art der Ausführung von Schönheitsreparaturen führt zur Unwirksamkeit der Abwälzung der Pflicht zur Vornahme der Schönheitsreparaturen schlechthin.

(BGH, Urteil v. 18.06.2008 -  VIII ZR 224/07; Vorinstanz LG Berlin, Urteil v. 25.06.2007 - 62 S 341/06)

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19.11.2008
Mietrecht
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Baulärm in Berlin: Kein Minderungsausschluss wegen Baulärms in der Nachbarschaft im Sanierungsgebiet
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Mietrecht
STICHWORT: Mietminderung

Der Mieter hat grundsätzlich auch dann einen Anspruch auf Mietminderung, wenn er bei Einzug in die Wohnung damit rechnen konnte, dass sich in der unmittelbaren Nachbarschaft Bauarbeiten entfalten. Im Übrigen ist das Minderungsrecht des Mieters nicht auf unzumutbare Einwirkungen beschränkt.

(AG Mitte, Urteil vom 27.11.2007, 9 C 260/07)

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27.10.2008
Wohnungseigentumsrecht
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Die Wohnungseigentümergemeinschaft als Verbraucher

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Wohnungseigentumsrecht
STICHWORT: AGB

Die Wohnungseigentümergemeinschaft als Verbraucher

Unwirksamkeit der Genehmigungsfunktion für Jahresabrechnung durch Formularklausel

(OLG München, Beschluss vom 25.09.2008 - 32 Bx 118/08)

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11.08.2008
Versicherungsrecht
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Ansprüche aus eigener KH-Versicherung aufgrund Beschädigungen durch Mitversicherte

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kraftfahrthaftpflichtversicherung

Der Versicherungsnehmer einer Kfz-Haftpflichtversicherung hat gegen den Versicherer keinen Anspruch auf Ersatz der an einem anderen, in seinem Eigentum stehenden Fahrzeug entstandenen Schäden, wenn eine mitversicherte Person diese Schäden durch den Gebrauch des versicherten Fahrzeuges verursacht hat.

(BGH, Urteil v. 25.06.2008 - IV ZR 313/06)

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06.08.2008
Verkehrsrecht
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Ersatzpflicht des Landes für mangelhafte Wege

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrssicherungspflicht

Der Nutzer einer Straße hat sich auf die Wegverhältnisse einzustellen. Der Straßenverkehrsicherungspflichtige muss nur die Gefahren beseitigen, die für den ordentlichen und gewisssenhaften Nutzer nicht oder nicht rechtzeitig erkennbar sind und auf die dieser Nutzer sich nicht einstellen kann. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist eine Ersatzpflicht des Straßenbaulastträgers nicht gegeben.

(Urteil des OLG Brandenburg v. 03.06.2008 – 2 U 18/05)

Der Kläger begehrte Schadensersatz aus Amtshaftung aufgrund eines Unfalls. Er befuhr mit seinem Motorrad die Kreisstraße. Nachdem er einen Zeugen, der seinerseits ein Motorrad führte, überholt hatte, gelangte er in einer Kurve mit seinem Hinterrad auf einen dort in der Fahrbahnmitte befindlichen Sandstreifen mit kleinen Steinen. Er rutschte aus, kam zu Fall und verunfallte. Die Ersatzpflicht macht der Kläger daran fest, dass in der Gestaltung und dem Zustand der Kreisstraße, insbesondere in dem Sand und in den Steinen auf der Fahrbahn, eine Verletzung der dem beklagten Land obliegenden Verkehrssicherungspflicht liegt.

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18.04.2008
Verkehrsrecht
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Haftungsprivileg des Minderjährigen bei Verkehrsunfall mit Fahrrad

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Minderjährige

Fährt ein Kind mit einem Fahrrad gegen ein mit geöffneten hinteren Türen am Fahrbahnrand stehendes Fahrzeug, entfällt seine Haftung nach § 828 Abs. 2 BGB.

(Beschluss des BGH v. 11.03.2008 - VI ZR 75/07)

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14.04.2008
Verkehrsrecht
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Haftung des Rückwärtsfahrenden aus Betriebsgefahr bei Verkehrsunfall auf Parkplatz

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Wer rückwärts aus einer Parkbucht auf den Mittelweg des Parkplatzes fährt, haftet entsprechend der Regelungen der StVO, da der fließende Verkehr Vorrang vor dem ruhenden Verkehr genießt.

Für den Schadenersatzanspruch kommt es bei einem Verkehrsunfall dann nicht auf eine Berührung an, wenn der Schaden beim Betrieb des KFZ entstanden ist und sich somit die Betriebsgefahr verwirklicht hat.

(Urteil OLG München v. 18.01.2008 - 10 U 4156/07)

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09.04.2008
Versicherungsrecht
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Kein Ersatz aus Kaskoversicherung bei Betrug

Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Der Verlust eines PKW durch Betrug ist von der Kaskoversicherung nicht gedeckt, wenn der Versicherungsnehmer seinen PKW an einen unter falschen Namen auftretenden Dritten – auch bei der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts – nach Abschluss des Kaufvertrages gegen Übergabe eines nicht gedeckten Schecks herausgibt.

(Urteil LG Dortmund v. 21.11.2007 - 22 O 96/07)

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25.03.2008
Verkehrsrecht
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Kein Anscheinsbeweis für Verschulden des Auffahrenden bei Fahrstreifenwechsels des Vorausfahrenden
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Das Kammergericht Berlin (KG) hat in einem Hinweisbeschluss klargestellt, dass der Anscheinsbeweis für das Verschulden des Auffahrenden dann nicht angenommen werden kann, wenn der Vorausfahrende unmittelbar oder kurz zuvor den Fahrstreifen gewechselt hat. Ein Anscheinsbeweis für ein Verschulden des Auffahrenden setze voraus, dass beide Fahrzeugführer so lange in einer Spur hintereinanderher gefahren sind, dass sich beide auf die Fahrzeugbewegungen einstellen können.

(KG, Hinweisbeschluss v. 14. 5. 2007 - 12 U 194/06)

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11.03.2008
Sozialversicherungsrecht
Längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für ältere Arbeitnehmer

Der Bundestag hat in seiner Sitzung vom 25.01.2008 die längere Zahlung von Arbeitslosengeld I an ältere Erwerbslose beschlossen (vgl. Bundestagsdrucksache 16/7460). Die Regelung mit einer Leistungsbewilligungsdauer von bis zu 24 Monaten erfährt rückwirkend ab dem 1. Januar 2008 Geltung.

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25.02.2008
Verkehrsrecht
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„Gleichwertigkeit“ von Werkstätten bei fiktivem Ersatz der Reparaturkosten
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Reparaturkosten

Nach Ansicht des Landgerichts (LG) Aachen steht nach dem  „Porsche-Urteil“ des BGH allgemein fest, dass der Geschädigte eines Verkehrsunfalls grundsätzlich einen Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Fachwerkstatt anfallenden Reparaturkosten hat und dies unabhängig davon, ob er seinen Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt. Der Begriff „gleichwertig“ ist dabei so zu verstehen, dass grundsätzlich nur markengebundene Vertrags-Werkstätten als generell gleichwertig anzusehen sind.

(LG Aachen, Urteil vom 28. 6. 2007 - 6 S 55/07)

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30.01.2008
Medizinrecht
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Der nachträglich Ausschluss von korrigierten Honorarabrechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen ist unverhältnismäßig

Ausschlussfristen für Honorarabrechnungen, die nach Fristablauf einen vollständigen Vergütungsausschluss für den Arzt vorsehen, sind unverhältnismäßig. Dem Arzt muss das Recht zur nachträglichen Korrektur seiner Abrechnung zugestanden werden, wenn es sich um einen erkennbaren Abrechnungsfehler handelte.

(BSG, Urteil v. 29.08.2007 - B 6 KA 29/06 R)

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28.01.2008
Familienrecht
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Kammergericht Berlin stärkt Verfahrensrechte des Umgangsberechtigten

Gemäß einem Beschluss des Kammergerichtes Berlin (KG) ist bei überlanger Dauer eines gerichtlichen Umgangsverfahrens ungeachtet einer fehlenden gesetzlichen Regelung der Rechtsbehelf der Untätigkeitbeschwerde gegeben (Art. 19 Abs. 4 GG).

(KG Berlin, Beschluss v. 23.08.2007 - 16 WF 172/07)

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24.01.2008
Mietrecht
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Zur Zulässigkeit des Rückgriffs auf das Melderegister bei der Umlage der Betriebskosten nach der Anzahl der Personen

Werden aufgrund einer Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter Betriebskosten nach der Anzahl der Personenzahl umgelegt, ist dem Vermieter ein Rückgriff auf die Daten des Einwohnermelderegisters zur Ermittlung der Berechnungsgrundlage verwehrt.

(BGH, Urteil v. 23..01.2008 - VIII ZR 82/07)

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22.01.2008
Verkehrsrecht
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Aufklärungspflichten bei einem Verkehrsunfall mit einem Mietwagen
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Die polizeiliche Aufnahme eines Verkehrsunfalls kann die vertragliche Pflicht zur Aufklärung und Benachrichtigung eines Mietwagenunternehmens im Einzelfall ersetzen. Eine Vertragsstrafe kommt dann aufgrund mangelnden Verschuldens nicht in Betracht.

(BGH, Urteil v. 21.11.2007 - XII ZR 213/05)

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21.01.2008
Versicherungsrecht
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Ansprüche gegen die Kaskoversicherung nach Verlassen des Unfallortes
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Bremen liegt keine Verletzung der Aufklärungsobliegenheiten in der Kaskoversicherung durch Beihilfe zum unerlaubten Entfernen vom Unfallort durch Unterlassen vor, wenn der Geschäftsführer als Repräsentant der Halterin als Beifahrer des Unfallfahrzeugs die Fahrzeugführerin nicht daran hindert, sich nach dem Unfall unerlaubt vom Unfallort zu entfernen und das Fahrzeug am Unfallort verbleibt.

(OLG Bremen, Urteil v. 02.10.2007 - 3 U 27/07
 nicht rechtskräftig / Revision BGH IV ZR 300/07)

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16.01.2008
Verkehrsrecht
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Haftung bei von Achtjährigen verursachten Verkehrsunfällen
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Minderjährige

„Lässt ein achtjähriges Kind auf dem Bürgersteig sein Fahrrad los, damit es von alleine weiterrollt, und rollt das führungslose Fahrrad auf die Fahrbahn gegen das zu diesem Zeitpunkt vorbeifahrende Kraftfahrzeug, so handelt es sich um einen Unfall mit einem Kraftfahrzeug im Sinne des § 828 Abs. 2 Satz 1 BGB n.F., der zu einer Haftungsprivilegierung des Kindes führt“ (Leitsatz des BGH).

(BGH, Urteil v. 16.10.2007 - VI ZR 42/07)

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21.12.2007
Versicherungsrecht
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Mehr Transparenz im Versicherungswesen
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Reform

Die Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-InfoV) ist im Bundesgesetzgesetzblatt verkündet worden.

Sie beruht auf § 7 des neuen Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) und bestimmt, welche Informationen den Versicherungsnehmern vor dem Vertragsschluss und während der Laufzeit des Vertrages übermittelt werden müssen. Erstmals ist auch eine Regelung zur Kostenangabe vorgesehen.

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19.12.2007
Verkehrsrecht
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Anspruch auf Ersatz des den Wiederbeschaffungswert um 30% übersteigenden Reparaturaufwands bei unmittelbarer Veräußerung
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Der Geschädigte, der Ersatz des Reparaturaufwands über dem Wiederbeschaffungswert aus einer KFZ-Haftpflichtversicherung verlangt, bringt sein Integritätsinteresse für den Zuschlag von bis zu 30% regelmäßig dadurch zum Ausdruck, dass er das Fahrzeug nach der Reparatur für einen längeren Zeitraum, im Regelfall von sechs Monaten, nutzt. Im Falle einer Veräußerung des KFZ trägt der Geschädigte die Darlegungs- und Beweislast für seinen bei Reparatur vorhandenen Nutzungswillen.

(Urteil des BGH v. 13.11.2007 – VI ZR 89/07)

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17.12.2007
Mietrecht
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Tierhaltung in Mietwohnung

In einem formularmäßigen Wohnungsmietvertrag ist die Klausel

"Jede Tierhaltung, insbesondere von Hunden und Katzen, mit Ausnahme von Ziervögeln und Zierfischen, bedarf der Zustimmung des Vermieters."

unwirksam, da sie den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt (Leitsatz des Verfassers).

(Urteil des BGH v. 14.11.2007 – VIII ZR 340/06)

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17.12.2007
Mietrecht
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Umlage der Wärmelieferungskosten auf den Mieter nach Umstellung der Beheizungsart

Nach Umstellung der Beheizungsart von einer veralteten Ölheizung auf Fernwärme darf der Vermieter die nun entstehenden Wärmelieferungskosten jedenfalls dann auf den Mieter umlegen, wenn im Mietvertrag vereinbart war, dass der Mieter die Betriebskosten, erläutert durch Anlage 3 zu § 27 II. BVO, trägt und die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Fassung der II. BVO bereits eine Umlegung der Kosten der Fernwärmelieferung vorsah

(Urteil des BGH v. 27.06.2007 - VIII ZR 202/06)

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11.12.2007
Verkehrsrecht
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Kein Ausschluss einer Reparaturkostengarantie durch Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Überschreitung des Wartungsintervalls
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Reparaturkosten

Eine Klausel in einem vom Garantiegeber formularmäßig verwendeten Gebrauchtwagengarantievertrag, die für den Fall, dass der Garantienehmer die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen oder empfohlenen Wartungs-, Inspektions- und Pflegearbeiten nicht durchführen lässt, die Leistungspflicht des Garantiegebers unabhängig von der Ursächlichkeit für den eingetretenen Schaden ausschließt, ist wegen unangemessener Benachteiligung des Kunden unwirksam

(Urteil des BGH v. 17.10.2007 – VIII ZR 251/06)

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06.12.2007
Versicherungsrecht
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Ansprüche aus Kaskoversicherung bei Abkommen von regennasser Straße
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Das Landgericht Bielefeld hat festgestellt, dass keine grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalles (hier: Abkommen von regennasser Autobahn) vorliegt, wenn ein Fahrzeug allein aufgrund der Witterungsverhältnisse von der Straße abkommt.

Bei Leasingfahrzeugen hat der Versicherungsnehmer, der sein Fahrzeug für fremde Rechnung versichert, es hinzunehmen, dass der Ersatzanspruch aus der Vollkaskoversicherung bei vorsteuerabzugsberechtigtem Leasinggeber gekürzt wird.

(Urteil des Landgerichts Bielefeld v. 15.05.2007 – 6 O 22/06)

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08.11.2007
Erbrecht
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Arbeitsgruppe einigt sich auf Reform der Erbschaftssteuer

Die unter Leitung von Finanzminister Steinbrück und Hessens Ministerpräsident Koch eingesetzte Arbeitsgruppe hat nach zähem Ringen einen Kompromiss erzielt. Für Ehegatten, Kinder und Enkel soll es künftig höhere Freibeträge geben. Andere Erben werden verschärft zur Kasse gebeten. Es wird angestrebt, das neue Recht rückwirkend zum 01.01.2007 in Kraft treten zu lassen.

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07.11.2007
Versicherungsrecht
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Leistungsfreiheit des Versicherers aufgrund Gefahrerhöhung durch Belassen des KFZ-Scheines im Fahrzeug
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Kaskoversicherung

Das Oberlandesgericht (OLG) Celle hat im Zuge einer Klage auf Rückforderung einer bereits ausgezahlten Entschädigung aus einer Kaskoversicherung entschieden, dass das dauerhafte Belassen eines KFZ-Scheins (Zulassung Teil I) in einem Fahrzeug eine grob fahrlässige Gefahrerhöhung darstellen soll, die nach §§ 23, 25 VVG zur Leistungsfreiheit des Versicherers führe. Den Kausalitätsgegenbeweis habe der Versicherungsnehmer zu führen.

Das unrichtige Urteil widerspricht offensichtlich geltenden Rechtsgrundsätzen.

(Urteil des OLG Celle vom 09.08.2007 – 8 U 62/07)

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05.11.2007
Familienrecht
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Unterhaltsreform kommt!

Mehreren Presseberichten zufolge haben die Familienpolitiker von Union und SPD anscheinend einen Kompromiss bei der im Sommer verschobenen Unterhaltsreform erzielt. Die neuen Regeln sollen demnach bereits ab dem 1. Januar 2008 in Kraft treten. Eine Verabschiedung der Reform durch den Bundestag ist noch in dieser Woche geplant.

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31.10.2007
Erbrecht
Keine erbschaftssteuerrechtliche Gleichbehandlung eingetragener Lebenspartner mit Ehegatten

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes gebieten es Art. 3 Absatz 1 und 3 (Gleichheitssatz) sowie Art. 14 Absatz 1 (Eigentumsgarantie / Erbrechtsgarantie) des Grundgesetzes nicht, eingetragene, gleichgeschlechtliche Lebenspartner erbschaftsteuerrechtlich in dieselbe Steuerklasse einzuordnen und ihnen dieselben Freibeträge zu gewähren wie Ehegatten.

(Bundesfinanzhof, Beschluss vom 20.06.2007, AZ: II R 56/05)

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30.10.2007
Arbeitsrecht
Rückzahlung von Ausbildungskosten - AGB-Inhaltskontrolle

Das Bundesarbeitsgericht hat in einer jüngst veröffentlichten Entscheidung vom 23.01.2007 festgestellt, dass Rückzahlungsklauseln, die Arbeitnehmer zur (anteiligen) Rückzahlung der als Darlehen gewährten Studiengebühren verpflichten, soweit das Arbeitsverhältnis vorzeitig beendigt und in denen nicht danach unterschieden wird, ob der Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Sphäre des Arbeitgebers oder der des Arbeitnehmers zuzuordnen ist, einer Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 S 1 BGB nicht standhalten, weil derartige Klauseln eine unangemessene Benachteiligung der Arbeitnehmer beinhalten.

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23.01.2007, Az: 9 AZR 482/06)

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17.10.2007
Wettbewerbsrecht
Informationspflichten beim Internetversandhandel

Der I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGH) hat entscheiden, dass den Pflichten nach der Preisangabenverordnung (PAngV) auch dann genüge getan ist, wenn Hinweise auf Umsatzsteuer und Versandkosten zwar nicht auf der Seite im Internet zu finden sind, auf der die Waren angeboten werden, sondern sich aus einem Sternchenhinweis ergeben oder auch aus den Service.

Außerdem ist ein Versandhändler nicht verpflichtet, die Verbraucher über die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften zu informieren.

Ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht (UWG) und damit ein Grund für eine Abmahnung sind somit nicht gegeben.

(BGH, Urteil v. 04.10.2007 – I ZR 22/05; Umsatzsteuerhinweis)
(BGH, Urteil v. 04.10.2007 – I ZR 143/07; Versandkosten)

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15.10.2007
Familienrecht
Bundesverfassungsgericht stärkt das Recht auf Umgang

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) stellt in einem weiteren Beschluss klar, dass ein Ausschluss des Umgangs eines Elternteils mit seinem Kind gerichtlich nicht ohne eine Anhörung der Eltern und in der Regel auch nicht ohne eine Anhörung des Kindes angeordnet werden darf. Ohne hinreichende Gründe darf ein Familiengericht auch nicht von den Empfehlungen eines fachpsychologischen Gutachtens abweichen.

(Beschluss des BVerfG vom 09.05.2007, AZ: 1 BvR 1253/06)

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12.10.2007
Versicherungsrecht
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Anspruch aus Lebensversicherung bleibt trotz Vorlage des erschlichenen Versicherungsscheines
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Versicherungsrecht
STICHWORT: Lebensversicherung

Die Auszahlung des Rückkaufswertes der Lebensversicherung an den Inhaber des Versicherungsscheines hat keine befreiende Wirkung, wenn dem Versicherer mit dem Versicherungsschein zugleich eine gefälschte Kündigungserklärung des Versicherungsnehmers vorgelegt wird.

Denn die nach den Versicherungsbedingungen erweiterte Legitimationswirkung des Versicherungsscheins erstreckt sich auf die Befugnis des Inhabers des Versicherungsscheins zur Kündigung, nicht auf die Echtheit vorgelegter weiterer Urkunden.

(Hinweisbeschluss des KG v. 23.03.2007 – 6 U 3/07)

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02.10.2007
Familienrecht
Entlassung eines Mieters aus einem Mietverhältnis nach der Hausratsverordnung

Nach einer Entscheidung des OLG Köln ist ein auf Dauer zur Zahlung des Mietzinses unfähiger Ehegatte auch ohne Sicherung des Vermieters aus dem von beiden Ehegatten eingegangenen Mietverhältnis zu entlassen.

(OLG Köln, Beschluss v. 09.01.2007 , Aktenzeichen: 4 UF 175/06)

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24.09.2007
Verkehrsrecht
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Zurechnung der Betriebsgefahr und eines Mitverschulden des Halters zu Lasten des Leasinggebers
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Ein Leasinggeber, der Eigentümer aber nicht Halter des Leasingkraftfahrzeugs ist, muss sich im Rahmen der Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs wegen Verletzung seines Eigentums am Leasingfahrzeug bei einem Verkehrsunfall weder ein Mitverschulden des Leasingnehmers oder des Fahrers des Leasingfahrzeugs noch dessen Betriebsgefahr anspruchsmindernd zurechnen lassen.

(BGH, Urteil vom 10. Juli 2007 - VI ZR 199/06)

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23.09.2007
Mietrecht
Ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses wegen Zahlungsrückstandes – Höhe der Rückstände.

 Der Mieter schuldete einen Nettokaltmietzins in Höhe von 1.130,00 EUR zuzüglich Betriebskostenvorauszahlungen in Höhe von 205,00 EUR. Der Mieter kam mit der Zahlung der Mieten für September und Oktober in Verzug; der Vermieter kündigte mit Schreiben vom 11.10.2005; das Einscheiben kam jedoch am 24.10.2005 zurück. Zwischenzeitlich hatte der Mieter am 18.10.2005 die Oktobermiete ausgeglichen. Der Vermieter kündigte noch einmal mit einer außerordentlichen fristlosen und hilfsweise ordentlich fristgerechten Kündigung, die dem Mieter am 25.10.2005 zuging.

(LG Berlin, Urteil vom 07.12.2006, 67 S 137/06)

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23.09.2007
Mietrecht
Unterbrechung der Wasserversorgung nach Beendigung des Mietverhältnisses zulässig.

Der Mieter zog nach Eigenkündigung und Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus. Der Vermieter stellte die Wasserversorgung ab. Daraufhin beantragte der Mieter den Erlass einer einstweiligen Verfügung wegen Besitzstörung.

Die Entscheidung des AG Hohenschönhausen: Das AG Hohenschönhausen wies den Antrag ab.

(AG Hohenschönhausen, Beschluss vom 10.07.2007, 9 C 120/07)

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17.09.2007
Familienrecht
Barunterhaltspflicht von Eltern, die sich in der Betreuung eines Kindes abwechseln

Der Umstand, dass ein Kind etwa ein Drittel seiner Zeit bei dem grundsätzlich barunterhaltspflichtigen Elternteil verbringt führt nicht dazu, dass sich die Unterhaltspflicht dieses Elternteils reduziert.

(BGH, Urteil vom 28.2.2007, Aktenzeichen XII ZR 161/04)

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15.09.2007
Mietrecht
Stärkung der Mieterrechte - Unwirksamkeit von isolierten Endrenovierungsklauseln

Der BGH hat sich mit seiner Entscheidung vom 12.09.2007 zum Aktenzeichen VIII ZR 316/06 erneut mit der Verpflichtung des Mieters zur Erbringung von Renovierungsarbeiten im Auszugszeitpunkt befasst. Nunmehr hat der VIII. Senat des Bundesgerichtshof entschieden, dass eine formularvertragliche Endrenovierungspflicht des Mieters auch ohne Verpflichtung zur Vornahme laufender Schönheitsreparaturen (isolierte Endrenovierungsklausel) in Wohnraummietverträgen unwirksam ist, weil sie den Mieter unangemessen benachteiligt (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB).

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14.09.2007
Verkehrsrecht
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Haftung bei Verkehrsunfall mit einem Tier
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Ein Kraftfahrer, der mit seinem Fahrzeug einem die Fahrbahn überquerenden Fuchs ausweicht, handelt nicht grundsätzlich grob fahrlässig.

(Urteil des BGH vom 11. Juli 2007 - XII ZR 197/05)

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30.08.2007
Sozialversicherungsrecht
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Bundesverfassungsgericht bestätigt Verfassungsmäßigkeit der Rentenversicherungspflicht selbstständiger Lehrer

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss vom 26. Juni 2007 (Az: 1 BvR 2204/00 und 1 BvR 1355/03) die Verfassungsbeschwerde eines als Fremdsprachenlehrer tätigen Selbstständigen nicht zur Entscheidung angenommen. Der Beschwerdeführer hatte nebenberuflich Fremdsprachenunterricht erteilt. Die BfA (jetzt Deutsche Rentenversicherung) stellte fest, dass er nach § 2 Satz 1 Nr. 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sei, legte eine monatliche Beitragszahlung fest und forderte rückwirkend ausstehende Beiträge zur Rentenversicherung. Die Klagen des selbstständigen Fremdsprachenlehrers gegen die festgestellte Rentenversicherungspflicht vor den Sozialgerichten blieben ohne Erfolg. Das Bundesverfassungsgericht hat mit dem oben bezeichneten Nichtannahmebeschluss die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.

(Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 26. Juni 2007 - BvR 2204/00 und 1 BvR 1355/03)

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29.08.2007
Vertragsrecht
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Reiserecht: Ausgleichszahlung aufgrund Verspätung bzw. Annullierung von Flugreisen

Passend zum Ende der Reisezeit hat der BGH zur Frage der Fluggastrechte bei Nichtbeförderung und Annullierung oder großer Verspätung von Flügen einen Vorlagebeschluss an den Europäischen Gerichtshof veröffentlicht.

(Quelle: Presseinformation vom 17.07.2007 zum Beschluss v. 17.07.2007, X ZR 95/06)

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27.08.2007
Verkehrsrecht
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Bei einem Totalschaden eines KFZ aufgrund eines Verkehrsunfalls ist die Instandsetzung in aller Regel unvernünftig
Rechtsanwälte RKKM Berlin
FACHGEBIET: Verkehrsrecht
STICHWORT: Verkehrsunfall

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte in einem Urteil seine bisherige Rechtsprechung, nach der eine Instandsetzung in der Regel wirtschaftlich unvernünftig ist, wenn die Kosten einer Reparatur mehr als 30% über dem Wiederbeschaffungswert liegen. Der Geschädigte des Verkehrsunfalls kann dann nur die Wiederbeschaffungskosten vom Schädiger verlangen. Die Wiederbeschaffungskosten entsprechen bei einer Reparatur des geschädigten Fahrzeugs dem Wiederbeschaffungswert.

(BGH, Urteil vom 10. Juli 2007 - VI ZR 258/06)

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01.08.2007
Verkehrsrecht
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Alkoholverbot für Fahranfänger

Ab dem 01.08.2007 gilt ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger.

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31.07.2007
Steuerrecht
Steuerliche Berücksichtigung der Kosten von Sprachkursen

Die Aufwendungen eines in Deutschland lebenden Ausländers für das Erlernen der Deutschen Sprache gehören selbst dann regelmäßig zu den nichtabziehbaren Kosten der Lebensführung, wenn ausreichende Deutschkenntnisse für einen angestrebten Ausbildungsplatz förderlich sind.

BFH VI R 14/04, Urteil vom 15.03.07

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31.07.2007
Erbrecht
Auslegung des Begriffs "Ehegatte" als Bezugsberechtigter in privater Rentenversicherung

Die Erklärung des Versicherungsnehmers in einem Versicherungsantrag, im Falle seines Todes solle "der Ehegatte der versicherten Person" Bezugsberechtigter der Versicherungsleistung sein, ist auch für den Fall einer späteren Scheidung der Ehe regelmäßig dahin auszulegen, dass der mit dem Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt der Festlegung der Bezugsberechtigung verheiratete Ehegatte begünstigt sein soll.

(BGH Urteil vom 14.2.07, Aktenzeichen IV ZR 150/05)

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30.07.2007
Verkehrsrecht
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Versicherungsschutz für Navigationsgeräte in der Kaskoversicherung

Nach Ansicht des Amtsgerichts Düsseldorf fällt der Diebstahl eines im Handschuhfach aufbewahrten Navigationsgerätes nicht unter den Deckungsschutz der Kaskoversicherung.  Ein nur mittels einer Saughalterung zu befestigendes Gerät fällt nicht unter die Vollkaskoversicherung, da es sich nicht um ein nachträglich eingebautes oder durch eine entsprechende Halterung fest verbundenes Zubehörteil nach § 12 AKB handelt.

(AG Düsseldorf, Urteil vom 26. 9. 2006 - 21 C 6875/06)

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15.07.2007
Medizinrecht
Leistungsbeschränkungen bei künstlicher Befruchtung auf verheiratete Personen

Das Bundesverfassungsgericht hat sich in seiner Entscheidung vom 28.02.2007 mit der Frage auseinandergesetzt, ob § 27a Abs. 1 Nr. 3 Sozialgesetzbuch 5.Buch (SGB V) mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Finanzierung von medizinischen Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung ist gemäß § 27a SGB V eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Einen Anspruch auf die Leistung der künstlichen Befruchtung haben bei vorliegender medizinischer Indikation Versicherte, die das 25. Lebensjahr vollendet haben. Für weibliche Versicherte gilt zudem die Einschränkung, dass der Anspruch nur bis zum vollendeten 40. Lebensjahr besteht.

Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28.02.2007 (1 BvL 5/03)

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13.07.2007
Versicherungsrecht
Zurückstufung in der SF-Klasse aufgrund fehlerhafter Regulierung eines Verkehrsunfalles

Das Amtsgericht Essen hat festgestellt, dass der Versicherungsnehmer, der eine Zurückstufung in der Haftpflichtversicherung vermeiden will, beweisen muss, dass den Versicherer ein Regulierungsverschulden bei der Abwicklung eines Verkehrsunfalls trifft. Dies wäre dann der Fall, wenn der Versicherer offensichtlich unbegründete Haftpflichtschäden reguliert. Bei der Frage, ob ein Ermessensfehlgebrauch vorliegt, kommt es auf den Kenntnisstand des Versicherers zum Zeitpunkt der Regulierung an.

(AG Essen, Urteil vom 2. 5. 2007 - 20 C 89/07 )

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10.07.2007
Wohnungseigentumsrecht
Zur Möglichkeit der Anfechtung von Negativbeschlüssen

(OLG München, Beschluss vom 21. 2. 2007, 34 Wx 100/06)


Für die Anfechtung eines Negativbeschlusses verbunden mit dem Antrag auf Feststellung, dass zu diesem Tagesordnungspunkt überhaupt kein Beschluss gefasst wurde, kann ein Rechtsschutzbedürfnis gegeben sein
(hier: Abberufung des Verwalters aus wichtigem Grund).

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02.07.2007
Familienrecht
Neue Tabellen für den Kindesunterhalt ab dem 01.07.2007

Zum 01.07.2007 ist eine neue Regelbetragsverordnung in Kraft getreten. Damit ändern sich ab dem 01.07.2007 auch die Düsseldorfer Tabelle und die Berliner Tabelle.

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27.06.2007
Sozialversicherungsrecht
Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Auszug einer schwangeren Tochter aus dem elterlichen Haushalt vor Vollendung des 25. Lebensjahres

SG Berlin, Beschluss vom 19.06.2006, Aktenzeichen S 103 AS 3267/06 ER

Durch das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer
Gesetze vom 24. März 2006 (BGBl. I S. 558) hat der Gesetzgeber die Vorschriften über
die Kosten für Unterkunft und Heizung für Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, geändert. Die Neuregelung des § 22 Abs. 2a SGB 2 findet gemäß § 68 Abs. 2 SGB II auf Hilfebedürftige vor Vollendung des 25. Lebensjahres, die am 17.2.2006 noch im elterlichen Haushalt gewohnt und nach dem 1.4.2006 aus- bzw. umziehen Anwendung.

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25.06.2007
Verkehrsrecht
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Autokaufvertrag: Die Abweichung des Kraftstoffverbrauches von Herstellerangaben als Mangel

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Beschluss vom 08.05.2007 – VIII ZR 19/05 festgehalten, dass die Abweichung des Kraftstoffverbrauches bei einem Neuwagen von den Herstellerangaben um weniger als 10% eine nur unerhebliche Pflichtverletzung darstellt und nicht zu einem Rücktritt vom Kaufvertrag nach Gewährleistungsrecht berechtigt, wenn der Mangel den Wert oder die Tauglichkeit der Kaufsache nur unerheblich mindert.

(BGH, Beschluss vom 8. Mai 2007 - VIII ZR 19/05)

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23.06.2007
Mietrecht
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Parabolantenne des Mieters

(BGH, Urteil vom 16.05.2007 VIII ZR 207/04)

Aufstellung einer Parabolantenne auf dem Balkon einer Mietwohnung kann auch dann zulässig sein, wenn der Vermieter die Wohnungen mit einem Breitbandkabelanschluss versorgt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass das Aufstellen der Parabolantenne mit keinen oder nur geringen optischen Beeinträchtigungen einhergeht.

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23.06.2007
Steuerrecht
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Aus der Praxis: Neues zu haushaltsnahen Dienstleistungen

Bereits anlässlich der letzten Mietrechtsgespräche im November 2006 hatten wir die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen durch die WEG und steuerliche Geltendmachung durch die Eigentümer zum Thema. 

Zwischenzeitlich konnten die ersten Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt werden. Hierbei ist festzustellen dass das Anwendungsschreiben zu § 35a EStG vom 3.11.2006 viele Probleme der Praxis nicht löst.

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23.06.2007
Steuerrecht
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Grundsteuererlass bei strukturellen Leerstand von Immobilien (auch Eigentumswohnungen)

Die Grundsteuern stellt eine der wesentlichen Einnahmequellen der Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland dar. Bei der Bemessung dieser Steuer spielt der Wert des Grundstücks eine entscheidende Bedeutung. Der so genannte Einheitswert des Grundvermögens entscheidet darüber in welcher Höhe Eigentümer von Immobilien mit Grundsteuer belastet werden.

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23.06.2007
Wohnungseigentumsrecht
Die Änderung des Wohnungseigentumsrechts
Die im Dezember 2006 durch den Deutschen Bundestag verabschiedete WEG-Novelle tritt ab dem 01.07.2007 in Kraft. Hierbei handelt es sich um die größte Veränderung dieses Regelungsbereiches seit Inkrafttreten des Wohnungseigentumsgesetzes im Jahr 1951. Für Wohnungseigentümer und Verwalter gilt es nun, sich auf die kommenden Änderungen einzustellen. Die wichtigsten hiervon sollen im Folgenden kurz dargestellt werden.

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18.06.2007
Mietrecht
Kaution bei Eigentumsübergang

Ein Grundstückserwerb nach der Beendigung eines Mietverhältnisses und dem Auszug des Mieters führt nicht zum Eintritt des neuen Eigentümers in Rechte und Pflichten des bisherigen Vermieters aus dem beendeten Mietverhältnis und aus einer Sicherungsabrede zur Mietkaution.

Die Abrechnung der Nebenkosten aus der im Zeitpunkt des Auszugs des Mieters laufenden Abrechnungsperiode obliegt dem bisherigen Vermieter.

(BGH, Urteil vom 04.04.2007 zum AZ VIII ZR 219/06)

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15.06.2007
Erbrecht
Nachträgliche Vereinbarung der Entgeltlichkeit einer zunächst schenkweisen Grundstücksübertragung

Vereinbart der Erblasser, nachdem er ein Grundstück schenkweise übertragen hat, nachträglich ein volles Entgelt für dieses Grundstück, steht dem Pflichtteilsberechtigten beim Erbfall kein Ergänzungsanspruch wegen der ursprünglichen Schenkung zu.

(BGH Urteil vom 14.02.2007, AZ: IV ZR 258/05)

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15.06.2007
Wohnungseigentumsrecht
Duldungsansprüche eines Wohnungseigentümers gegen den Mieter

Beeinträchtigt der Zustand einer Wohnung das Eigentum eines Dritten und geht dies auf rechtwidriges Handeln des Wohnungseigentümers zurück, kann der Dritte den Mieter der Wohnung auf Duldung der Störungsbeseitigung in Anspruch nehmen.

(BGH, Urteil vom 01.12.2006 V ZR 112/06)

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11.06.2007
Verkehrsrecht
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Verkehrsunfall mit Achtjährigen – Haftung von Kindern im Straßenverkehr

Verursacht ein achtjähriges Kind mit seinem Fahrrad aufgrund überhöhter, nicht angepasster Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit im fließenden Verkehr einen Unfall mit einem verkehrsbedingt haltenden PKW, das es nicht herankommen sehen konnte und mit dem es deshalb möglicherweise nicht rechnete, so handelt es sich um eine typische Fallkonstellation der Überforderung des Kindes durch die Schnelligkeit, die Komplexität und die Unübersichtlichkeit der Abläufe im motorisierten Straßenverkehr, an dem auch der an einer Kreuzug haltende PKW teilnimmt.

(BGH, Urteil vom 17. April 2007 - VI ZR 109/06)

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03.06.2007
Mietrecht
Zulässigkeit einer Parabolantenne eines Mieters

Aufstellung einer Parabolantenne auf dem Balkon einer Mietwohnung kann auch dann zulässig sein, wenn der Vermieter die Wohnungen mit einem Breitbandkabelanschluss versorgt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass das Aufstellen der Parabolantenne mit keinen oder nur geringen optischen Beeinträchtigungen einhergeht.

(BGH, Urteil vom 16.05.2007 VIII ZR 207/04)

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31.05.2007
Sozialversicherungsrecht
Sperrfrist für Arbeitslosengeldbezug durch Ablehnung eines Arbeitsangebots der Agentur für Arbeit - Bewerbungsschreiben als Nichtbewerbung

Gemäß § 144 Abs. 1 Nr. 2 SGB III tritt eine zwölfwöchige Sperrfrist für den Bezug von Arbeitslosengeld I- Leistungen ein, wenn ein arbeitssuchender Leistungsempfänger trotz Belehrung über die Rechtsfolgen ein Job- Angebot der Agentur für Arbeit nicht annimmt, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben. Die Nichtannahme einer (ordnungsgemäß) angebotenen Beschäftigung kann einerseits durch ausdrückliche Ablehnung, die angebotene Beschäftigung einzugehen, gegenüber der Agentur für Arbeit oder auch gegenüber dem Arbeitgeber zum Ausdruck gebracht werden, und zwar ausdrücklich oder durch schlüssiges Verhalten.

(BSG, Urteil vom 05.09.2006, Az: B 7a AL 14/05 R)

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31.05.2007
Gesellschaftsrecht
Schadensersatzanspruchs eines Neugläubigers bei Insolvenzverschleppung

Der Schadensersatzanspruch eines Neugläubigers wegen Insolvenzverschleppung ist nicht um die Beiträge zu kürzen, die der Gläubiger zur Begleichung seiner Altforderungen im Zeitraum der Insolvenzverschleppung von dem Schuldner erhalten hat, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren mangels Masse nicht eröffnet wird; eine Vorteilsausgleichung führt zu einer unbilligen, dem Zweck der Ersatzpflicht widersprechenden Entlassung der Schädiger.

(BGH II ZR 315/05)

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31.05.2007
Familienrecht
Unterschiedliche Dauer der Unterhaltsansprüche für die Betreuung ehelicher und nichtehelicher Kinder verfassungswidrig

Nach einer Pressemitteilung der Pressestelle des Bundesverfassungsgerichtes vom 23.05.2007 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die unterschiedliche Dauer der Unterhaltsansprüche eines kinderbetreuenden Elternteiles für die Betreuung ehelicher Kinder auf der einen Seite und nichtehelicher Kinder auf der anderen Seite verfassungswidrig ist.

Quelle: Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 28.02.2007, Aktenzeichen: 1 BvL 9/04

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28.05.2007
Mietrecht
Der Vermieter ist für den Zugang der Betriebskostenabrechnung beweispflichtig; Versäumnisse der Hausverwaltung werden ihm zugerechnet

Der Vermieter ist für den Zugang der Betriebskostenabrechnung innerhalb der Abrechnungsfrist beweispflichtig; Versäumnisse seiner Hausverwaltung insoweit sind ihm wie eigene zuzurechnen.

(LG Düsseldorf, Urteil vom 7. 2. 2007 - 23 S 108/06
AG Leipzig, Urteil vom 06.09.2005 - 163 C 4723/05)

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22.05.2007
Wettbewerbsrecht
Rechtsmissbräuchliche Abmahnungen wegen fehlendem Eigeninteresse

Das Landgericht (LG) Paderborn hat in seinem Urteil vom 03.04.2007 entschieden, dass es rechtsmissbräuchlich sein kann, wenn ein Mitbewerber in großer Zahl Konkurrenten wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrungen abmahnt und hat eine Verfügungsantrag auf den Erlass einer erinstweiligen Verfügung aus diesem Grunde zurückgewiesen. Das Gericht wies darauf hin, dass ihm bekannt sei, dass die Antragsstellerin massenhaft Konkurrenten abmahne. Dabei sei dem Gericht auch bekannt, dass der Antragsstellerin ein nennenswertes wirtschaftliches oder wettbewerbspolitisches Eigeninteresse fehle und die Abmahnung deshalb rechtsmissbräuchlich nach § 8 Abs. 4 UWG ist.

(LG Paderborn, Urt. v. 3.4.2007, Az.: 7 O 20/07)

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16.05.2007
Mietrecht
Gewerbemietrecht: Kündigung des Mietverhältnisses aus wichtigem Grund wegen Nichtzahlung der Kaution

Der für das Gewerbemietrecht zuständige 12. Senat des BGH hatte eine in der Praxis relativ häufige Fallgestaltung zu entscheiden: Der Gewerbemieter zog in das Mietobjekt ein, die vereinbarte Kaution wurde trotz mehrerer Mahnungen nicht gezahlt. Der Vermieter kündigte das Mietverhältnis deswegen außerordentlich und fristlos.

(BGH XII ZR 36/05)

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15.05.2007
Medizinrecht
Anstellung von Ärzten in einer Gemeinschaftspraxis nach dem Inkrafttreten des Vertragsarztänderungsgesetzes zum 01.01.2007

Anstellung von Ärzten in einer Gemeinschaftspraxis (Berufausübungsgemeinschaft) nach dem Inkrafttreten des Vertragsarztänderungsgesetzes zum 01.01.2007

Nach alter Rechtslage konnten Vertragsärzte im Wege des so genannten „Job- Sharing“ einen ganztags beschäftigten Arzt oder zwei halbtags beschäftigte Ärzte desselben Fachgebiets anstellen, wobei sich die Vertragsärzte gegenüber dem Zulassungsausschuss zu einer Leistungsbegrenzung verpflichten müssen, die den bisherigen Praxisumfang nicht wesentlich überschreitet („3 v.H.“).

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15.05.2007
Familienrecht
Beschluss des Bundesgerichtshofes zu privaten Rentenversorgungen

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Beschluss vom 14.03.2007 zu Aktenzeichen XII ZB 36/05 entschieden, dass dem Versorgungsausgleich regelmäßig nur solche privaten Rentenversorgungen unterliegen, die speziell für das Alter bestimmt sind und als Ersatz für das bisherige Erwerbseinkommen dienen sollen.

(BGH Beschluss vom 14.03.2007 - XII ZB 36/05)

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14.05.2007
Wohnungseigentumsrecht
WEG – Aufrechnungsverbot gegen Gemeinschaftsforderungen

Die Aufrechnung eines Sondereigentümers gegen Forderungen der Wohnungseigentümergemeinschaft ist verboten. Dies gilt auch dann, wenn es sich bei der Gemeinschaftsforderung um eine Sonderumlage und bei der Gegenforderung um den Anspruch auf Ausgleich eines Nachteils aus dieser Maßnahme handelt. (Leitsatz des Verfassers)“

(OLG München, Beschluss vom 30. 1. 2007 - 34 Wx 128/06)

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08.05.2007
Mietrecht
Summierungseffekt - Unwirksamkeit einer (grundsätzlich wirksamen) Schönheitsreparaturklausel

Neues vom Summierungseffekt – Gesamte Unwirksamkeit einer (isoliert betrachtet wirksamen) Schönheitsreparaturklausel im Zusammenspiel mit einer die Ausführungsart der Schönheitsreparatur einschränkenden Zusatzklausel

„Folge der unangemessenen Einengung des Mieters in der Art der Ausführung von Schönheitsreparaturen ist die Unwirksamkeit der Abwälzung der Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen schlechthin.“

(BGH, Urteil vom 28.03.2007 zum AZ VIII ZR 199/06)

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03.05.2007
Verkehrsrecht
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Rücktritt beim Gebrauchtwagenkauf - Anfechtung wegen Arglistig

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat in seinem Urteil vom 13.03.2007 - 22 U 170/06 entschieden, dass ein Gebrauchtwagenverkäufer bei Kenntnis eines so genannten „Tauschtachos“ den Käufer über den Austausch ungefragt aufklären muss. Andernfalls kann der Käufer den Kaufvertrag aufgrund einer arglistigen Täuschung durch Verschweigen anfechten und den Kaufvertrag rückabwicklen – ohne Rücksicht auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Verkäufers.

(OLG Köln, Urteil vom 13.03.2007 - 22 U 170/06)

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25.04.2007
Verkehrsrecht
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Rechnen lohnt sich: Restwertbewertung bei fiktiver Abrechnung eines Totalschadens

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 6. März 2007 - VI ZR 120/06 – in Fortführung seiner bisherigen Urteile klargestellt, dass dem Geschädigten, der im Totalschadensfall (hier: Reparaturkosten höher als 130% des Wiederbeschaffungswerts) sein unfallbeschädigtes, aber fahrtaugliches und verkehrssicheres Fahrzeug weiterbenutzt, bei der Abrechnung nach den fiktiven Wiederbeschaffungskosten in der Regel der in einem Sachverständigengutachten für den regionalen Markt ermittelte Restwert in Abzug zu bringen ist.

(BGH, Urteil vom 6. März 2007 - VI ZR 120/06)

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23.04.2007
Verkehrsrecht
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Beim Verkehrsunfall spricht der Anscheinsbeweis gegen den Linksabbieger

In seinem Urteil vom 13. Februar 2007 - VI ZR 58/06 – hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass bei einem Zusammenstoß zwischen einem nach links abbiegenden und einem in Gegenrichtung geradeaus fahrenden Kraftfahrzeug für das Verschulden des Abbiegenden der Anscheinsbeweis sprechen kann.

BGH, Urteil vom 13.02.2007 – VI ZR 58/06

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20.04.2007
Mietrecht
Starre Fristen für Schönheitsreparaturen in Gewerbemietverträgen unwirksam

Die obergerichtliche Rechtsprechung, wonach auch in Gewerbemietverträgen verwendete Schönheitsreparaturklauseln mit starren Fristen unwirksam sind, setzt sich fort.

OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.01.2007 – 10 U 102/06
OLG München, Urteil vom 22.09.2006 – 19 U 2964/06

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18.04.2007
Mietrecht
Formell unwirksame Betriebskostenabrechnung

„Eine formell ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung setzt voraus, dass dem Mieter auch dann die Gesamtkosten einer berechneten Kostenart mitgeteilt werden, wenn einzelne Kostenteile nicht umlagefähig sind; dem Mieter muss ersichtlich sein, ob und in welcher Höhe nicht umlagefähige Kosten vorab abgesetzt worden sind.“

(BGH, Urteil vom 14.02.2007 zum AZ VIII ZR 1/06)

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17.04.2007
Arbeitsrecht
Rechtswidrigkeit der Versetzung zum Zentralen Stellenpool (ZeP)

Die Angestellten des öffentlichen Dienstes im Land Berlin sind zunehmend von Personalabbau im Rahmen der Umstrukturierung der Berliner Verwaltung betroffen. Soweit konkrete Arbeitsplätze in Dienststellen durch Rationalisierungsmaßnahmen in Wegfall geraten oder Dienststellen im Rahmen ihrer Zuständigkeit überbesetzt sind, droht die Versetzung zum Zentralen Personalüberhangsmanagement.

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16.04.2007
Wohnungseigentumsrecht
Vertreterstellung des Verwalters bei Versorgungsverträgen

„Das Auftreten als Wohnungseigentumsverwalter stellt keinen Umstand dar, aus dem sich ergibt, dass rechtsgeschäftliche Erklärungen im Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft abgegeben werden. Die Wirkungen der Stellvertretung treten vielmehr nur ein, wenn der Verwalter seine Vertretereigenschaft offen legt. Dies ist nicht der Fall, wenn ein Verwalter ohne Vertreterzusatz auf Grund schriftlicher Antragstellung die Vertragsformulare des Versorgungsträgers ausfüllt und unterzeichnet, auch wenn der Versorgungsträger Kenntnis von der Verwalterstellung hat. (Leitsatz des Verfassers)“

(OLG Saarbrücken, Urteil vom 31. 10. 2006 - 4 U 612/05)

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02.04.2007
Versicherungsrecht
Hausratversicherung und Wohnungswechsel

Bereits zum 25. 4. 2006 hat das OLG Düsseldorf (4 U 106/05) festgestellt, dass der Versicherungsschutz in der Hausratversicherung bei einem Wohnungswechsel auf eine neue Wohnung übergeht, auch wenn die alte Wohnung nebst Inventar erhalten bleibt. Entscheidend ist allein, dass die neue Wohnung den Hauptwohnsitz darstellt.

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28.03.2007
Verkehrsrecht
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Unfallersatztarif: Vorsicht bei der Anmietung von Mietwagen als Unfallersatzfahrzeug

Erneut hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 13.02.2007 - VI ZR 105/06 mit der Frage auseinandersetzen müssen, welche Grundsätze bei der Bewertung von Unfallersatzschäden anzuwenden sind, speziell hier beim Ersatz von Mietwagenkosten, die der Geschädigte durch die Anmietung eines Ersatzfahrzeugs verursacht. Nach Ansicht des BGH reicht es für die Annahme, dem Geschädigten sei kein wesentlich günstigerer Tarif zugänglich gewesen, nicht aus, dass das Mietwagenunternehmen dem Geschädigten nur einen Tarif angeboten hat und ihm bei der Anmietung eines Ersatzfahrzeugs unter Offenlegung der Unfallsituation auch im Bereich einer Stadt zunächst ausschließlich der Unfallersatztarif angeboten worden wäre.

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27.03.2007
Sozialversicherungsrecht
Sozialversicherungspflicht für Werbespots mit Dirk Nowitzki

Der 8. Senat des Hessischen Landessozialgerichts hat im einstweiligen Rechtschutzverfahren zwischen der Frankfurter Bank ING-DiBa und der Künstlersozialkasse zum Geschäftszeichen 8 KR 214/06 ER entschieden, dass die Tätigkeit des Werbeträgers und Basketballstars Dirk Nowitzki in den Fernsehwerbespots der ING- DiBa sozialversicherungspflichtig ist. Das Gericht folgte der Auffassung des Sozialversicherungsträgers, dass die ING-DiBa für die Werbespots mit dem Basketballspieler Dirk Nowitzki Sozialversicherungsbeiträge an die Künstlersozialkasse abführen müsse.

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16.02.2007
Familienrecht
Heimliche Vaterschaftstests bleiben in Gerichtsverfahren unverwertbar

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 13.02.2007 zu Aktenzeichen 1 BVR 421/2005 entschieden, dass heimliche Vaterschaftstests in das Grundrecht eines Kindes auf informationelle Selbstbestimmung eingreifen und daher vor Gericht nicht verwertet werden dürfen. Der Gesetzgeber habe es allerdings versäumt, ein geeignetes Verfahren bereit zu stellen, das es einem rechtlichen Vater lediglich ermöglicht, die Abstammung eines Kindes von ihm zu klären. Das Vaterschaftsanfechtungsverfahren sei dafür nicht ausreichend. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber für die Schaffung einer entsprechenden Regelung eine Frist bis zum 31.03.2008 gesetzt.

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12.02.2007
Mietrecht
Vorwegabzug der auf Gewerbeflächen entfallenden Kosten in der Betriebskostenabrechnung

In seinem Urteil vom 8. 3. 2006 (VIII ZR 78/05) hat der BGH entschieden, dass der Vermieter preisfreien Wohnraums bei der Abrechnung über Betriebskosten in gemischt genutzten Abrechnungseinheiten jedenfalls dann nicht verpflichtet ist, ein Vorwegabzug der auf Gewerbeflächen entfallenden Kosten vorzunehmen, wenn diese Kosten nicht zu einer ins Gewicht fallenden Mehrbelastung der Wohnraummieter führen.

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05.02.2007
Mietrecht
Urkundsprozess bei Mietforderung

Der BGH hat erneut zu Fragen der Statthaftigkeit des (meist recht schnell zu einem vollstreckbaren Titel führenden) Urkundsprozesses bei Mietzinsrückständen Stellung genommen.

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26.01.2007
Verkehrsrecht
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Ersatz der Reparaturkosten trotz sofortigen Verkaufs des Unfallfahrzeugs

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat am 5.12.2006 – VI ZR 77/06 – einmal mehr festgestellt, dass der Geschädigte grundsätzlich nach erfolgter Reparatur den Ersatz der Reparaturkosten verlangen kann, wenn diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen. Dies gilt auch dann, wenn der Geschädigte nach erfolgter Reparatur den Wagen veräußert.

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16.01.2007
Familienrecht
Umgang mit Übernachtungen bei dreijährigem Kind

Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Beschluss vom 26.09.2006 (Aktenzeichen 1 BVR 1827/04) klargestellt, dass Umgangsregelungen, die dem Vater eines dreijährigen Kindes Übernachtungen und Ferienzeiten versagen, eine Verletzung des Elternrechts darstellen.

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04.01.2007
Versicherungsrecht
Hausratversicherung muss zahlen, wenn Waschmaschine über Nacht ausläuft

Nach Ansicht des Amtsgerichts Köln in seinem Urteil vom 23. 5. 2006 - 144 C 41/06 stellt es keine grob fahrlässige (und damit nicht vom Versicherungsschutz umfasste) Herbeiführung eines Versicherungsfalles dar, wenn ein Versicherungsnehmer seine Waschmaschine anstellt und sich daraufhin schlafen legt und die Maschine nach Beendigung nicht abstellt, woraufhin durch auslaufendes Wasser Schäden an Teppichen oder Möbeln entstehen.

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18.12.2006
Erbrecht
Erbengemeinschaft ist weder rechts- noch parteifähig
In seinem Urteil vom 17.10.2006 (Aktenzeichen VIII ZB 94/05) hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass eine Erbengemeinschaft weder rechts- noch parteifähig ist. Die Grundsätze zur Rechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts und zur Rechtsfähigkeit der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer sind nicht auf die Erbengemeinschaft zu übertragen.

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15.12.2006
Verkehrsrecht
Anerkennung und Umschreibung einer EU-Fahrerlaubnis

Die 3. Kammer des EuGH hat am 06.04.2006 beschlossen, dass es einem Mitgliedsstaat verwehrt ist, das Recht zum Führen eines Kraftfahrzeugs auf Grund eines in einem anderen Mitgliedsstaat ausgestellten Führerscheins und damit dessen Gültigkeit in seinem Hoheitsgebiet deshalb nicht anzuerkennen, weil sich der Inhaber, dem zuvor eine erteilte Fahrerlaubnis entzogen war, nicht der nach den Rechtsvorschriften dieses Staates für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis erforderlichen Fahreignungsprüfung unterzogen hat. Einzige Voraussetzung ist, dass die neue Fahrerlaubnis nach Ablauf einer mit einem Entzug verbundenen Sperrfrist in einem anderen Mitgliedsstaat ausgestellt wird.

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11.12.2006
Mietrecht
Anerkenntnis von Schönheitsreparaturen

Hat der Vermieter den Mieter unter Fristsetzung zur Durchführung von Schönheitsreparaturen aufgefordert, so kann in der Bitte des Mieters um Fristverlängerung ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis liegen (Kammergericht Berlin 8 U 99/05).

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07.12.2006
Arbeitsrecht
Mindestfrist für die vorbehaltslose Annahme des Änderungsanbots bei einer Änderungskündigung gemäß § 2 Kündigungsschutzgesetz

Eine Änderungskündigung im Sinne von § 2 Kündigungsschutzgesetz liegt vor, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer kündigt und ihm im Zusammenhang mit der erklärten Kündigung die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu geänderten Arbeitsbedingungen anbietet. Gemäß § 2 Satz 1, 2. Halbsatz Kündigungsschutzgesetz kann der Arbeitnehmer das Angebot unter geänderten Arbeitsbedingungen weiterbeschäftigt zu sein unter dem Vorbehalt annehmen, dass die Änderung der Arbeitsbedingung nicht sozial ungerechtfertigt ist.

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04.12.2006
Familienrecht
Verweigerungshaltung eines Elternteils im Umgangsverfahren

Das Oberlandesgericht Rostock hat in einem Urteil vom 20.04.2006 (AZ 11 UF 57/01) Grundsätze für den Fall formuliert, dass ein Elterteil in einem Umgangsverfahren den Umgang verweigert und auch im gerichtlichen Verfahren zu keiner Mitwirkung bereit ist.

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01.12.2006
Vertragsrecht
Keine Beratungspflicht des Reisebüros hinsichtlich Pass und Visum

Der X. Senat des Bundesgerichtshofs hat am 25.04.2006 entschieden, dass insbesondere die Information über die Pass- und Visumerfordernisse in der Regel nicht zu der möglicherweise vom Reisebüro geschuldeten Auswahlberatung gehört.  Vielmehr handelt es sich dabei um eine Pflicht des Reiseveranstalters bei den Verhandlungen über den gewählten Reisevertrag. Sofern sich der Reiseveranstalter zur Erfüllung dieser Pflicht des Reisebüros bedient, haftet er für dessen Verschulden (§ 278 BGB).

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27.11.2006
Verkehrsrecht
Augen auf beim Autokauf – Übergabe des Fahrzeugsbriefes

Nach einer Entscheidung des BGH (VIII ZR 184/05) kann der Käufer beim Autokauf, der den Kaufpreis noch nicht gezahlt hat, die Einbehaltung des Fahrzeugbriefes bei der Übergabe des Fahrzeugs regelmäßig nur dahin verstehen, dass der Verkäufer ihm das Eigentum am Fahrzeug zur Sicherung seiner Kaufpreisforderung nur unter der aufschiebenden Bedingung vollständiger Zahlung des Kaufpreises übertragen will.

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24.11.2006
Medizinrecht
Umfang der Risikoaufklärung bei einer fremdnützigen Blutspende

Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 14.03.2006 (Az: VI ZR 279/04) eine Grundsatzentscheidung bezüglich des Umfangs der ärztlichen Aufklärungspflichten beim Blutspenden getroffen.

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21.11.2006
Mietrecht
Heizkostenabrechnung: Nach einer zulässigen Schätzung dürfen die so ermittelten Heizkosten nicht um 15% gekürzt werden (BGH VIII ZR 71/05)

Viele Mieter wenden ein, dass bei Unmöglichkeit der Abrechnung durch ein Zahlenwerk der Erfassungsgeräte ein Kürzungsrecht gegeben sei. Die Entscheidung des BGH sorgt in diesem Bereich des Betriebskostenrechts für Klarheit. Insbesondere im Wege der Schätzung werden in der Praxis relativ häufig Fehler bei der Ablesung ausgeglichen. Das ist ohne Kürzungssanktion möglich.

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14.11.2006
Familienrecht
Pflicht zur Vermögensverwertung beim Elternunterhalt

Der Bundesgerichtshof hat sich in einem Urteil vom 30.08.2006 (AZ: XII ZR 98/04) mit der Unterhaltsverpflichtung von erwachsenen Kindern gegenüber ihren betagten Eltern auseinandergesetzt. Erörtert wurde insbesondere die Frage, inwieweit unterhaltsverpflichtete Kinder für den Unterhalt der Eltern eigenes Vermögen einzusetzen haben.

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13.11.2006
Versicherungsrecht
Es besteht keine Hinweispflicht der Hausratversicherung auf die Silberklausel oder darauf, dass auch Haushaltsgegenstände Wertsachen sein können

Es besteht keine Hinweispflicht eines Versicherungsagenten darauf, dass silbernes Besteck als Wertsache im Antrag der Hausratversicherung mitzuteilen und anzugeben ist. Auch ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse versteht eine Klausel in den Bedingungen einer Hausratsversicherung dahin, dass Besteck aus Silber unter den Begriff der Wertsachen fällt. Es können also auch Haushaltsgegenstände Wertsachen sein.

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12.11.2006
Immobilienrecht
Aktiv- und Passivlegitimation von im Grundbuch eingetragener Personen „als Gesellschafter bürgerlichen Rechts“ BGH vom 25.09.2006 (AZ: II ZR 218/05)

Der BGH hat – von der höchst umstrittenen Frage der so genannten Grundbuchfähigkeit der GbR abgesehen – Klarheit für folgende Konstellation geschaffen:

Als Wohnungseigentümer waren in den Wohnungsgrundbüchern (wegen der Absicherung einer Grundschuld) 22 derzeitige Gesellschafter der Klägerin mit dem Zusatz "als Gesellschafter bürgerlichen Rechts" eingetragen. Diese Eintragung entspricht der Regelung des § 47 Alt. 2 GBO. Der (dem Rechtstreit zugrunde liegende) Vertrag zwischen den Parteien war von einzelnen Gesellschaftern unterschrieben worden mit dem Zusatz: „… zusammen in GbR x-Straße 111“.

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01.11.2006
Familienrecht
Ein Ausschluss des Umgangsrechts mit dem eigenen Kind ist mit Art. 8 EMRK vereinbar

Die III. Sektion des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) hat am 10.11.2005 entschieden, dass der Ausschluss des Umgangs mit einem Kind nach § 1634 II 2 BGB a.F. mit Art. 8 EMRK vereinbar ist.

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31.10.2006
Sozialversicherungsrecht
Kosten der Warmwassererhitzung und Stromkosten sind keine Kosten der Unterkunft im Sinne des § 22 SGB II

§ 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II regelt, dass Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht werden, soweit sie angemessen sind. Ständiger Streitpunkt seit der Einführung der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II (Arbeitslosengeld II) zwischen Hilfebedürftigen und den Jobcentern sind der Übernahme der laufenden Stromkosten der Wohnung und der Abzug der so genannten Energiepauschale.

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31.10.2006
Arbeitsrecht
Sondervorteile aus dem Miles-and-More-Programm stehen dem Arbeitgeber als Auftraggeber zu

Sondervorteile aus dem Miles-and-More-Programm stehen dem Arbeitgeber als Auftraggeber zu. Der Arbeitgeber darf deshalb einem Arbeitnehmer untersagen, die Bonuspunkte zu privaten Zwecken zu nutzen und kann verlangen, sie in seinem wirtschaftlichen Interesse zur Bezahlung von Dienstflügen einzusetzen.

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31.10.2006
Familienrecht
Aufteilung der Steuerschuld bei zusammenveranlagten Ehegatten

Der Bundesgerichtshof hat sich in einem Urteil vom 31.05.2006 (Aktenzeichen XII ZR 111/03) mit der Aufteilung von Steuerschulden bei zusammenveranlagten Ehegatten beschäftigt.

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27.10.2006
Wettbewerbsrecht
Textform der Widerspruchsbelehrung – Beginn der Widerspruchsfrist

Nach Ansicht des KG Berlin (Beschluss v. 18.07.2006 - 5 W 156/06) sind die auf einer Angebotsseite bei Ebay platzierten Hinweise auf ein Widerspruchsrecht keine Belehrungen in Textform. Demgegenüber hat er BGH klargestellt, dass es auch ausreichend sein kann wenn die Belehrung über das Widerspruchsrecht über einen Hyperlink auf eine Drittseite geschieht (Urteil des BGH  vom  20.07.2006 - I ZR 228/03).

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27.10.2006
Wettbewerbsrecht
Widerspruchsfrist bei Käufen im Internet

Wer kennt das nicht: Man ersteigert einen Artikel auf einer Internetplattform und hat in den nächsten Tagen das Gefühl dass man „lieber von dem Vertrag widerufen möchte“. Geltend machen kann dann derjenige, der Verbraucher ist, sein Widerrufsrecht nach § 312c ff. BGB. Fraglich erscheint dann nur, ob der Widerruf noch innerhalb der vom Verkäufer gesetzten Frist von 14 Tagen ist. Nach Ansicht der Rechtsprechung sind viele (nicht alle!) Widerrufsbelehrungen falsch, so dass nicht die Frist für den Widerruf von 14 Tagen, sondern die längere gesetzliche Frist von 1 Monat gilt. Zu diesem Thema hat sich jüngst das Kammergericht Berlin (KG) positioniert.

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24.10.2006
Arbeitsrecht
Konkurrenzverbot / Wettbewerbsverbot auch für AZUBIS
Das für Handlungsgehilfen in § 60 HGB ausdrücklich geregelte gesetzliche Wettbewerbsverbot gilt nach seinem Sinn und Zweck auch für Auszubildende. Sie haften ihrem Arbeitgeber daher auf Schadensersatz, wenn sie während des Ausbildungsverhältnisses ein Konkurrenzunternehmen eröffnen oder in der Branche des Arbeitgebers eigene Geschäfte tätigen.

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20.10.2006
Mietrecht
Unwirksamkeit von Abgeltungsklauseln mit ´starren` Fristen

(Rechtsprechung des BGH zu Schönheitsreparaturen)

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute (18.10.2206) entschieden, dass formularvertragliche Abgeltungsklauseln in Wohnraummietverträgen, die sich an "starren" Fristen und Prozentsätzen ausrichten, unwirksam sind, weil sie den Mieter unangemessen benachteiligen (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB).

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19.10.2006
Verkehrsrecht
Aufklärungspflichten des Autovermieters gegenüber dem Unfallgeschädigten

Die Autovermieter sind durch ein Urteil des BGHs (vom 28. Juni 2006 - XII ZR 50/04) angehalten worden, die Unfallgeschädigten noch mehr als bisher über das Risiko aufzuklären, dass die gegnerische Kraftfahrhaftpflichtversicherung nicht den vollen Ersatztarif übernehmen wird.

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27.09.2006
Mietrecht
Hat ein Mieter Anspruch auf eine ganztätige Warmwasserversorgung mit einer bestimmten Mindesttemperatur?

Zwischen Vermieter und Mieter entsteht häufig Streit darüber, ob eine zentrale Warmwasserversorgung ganztägig sowie mit einer bestimmten Mindesttemperatur zu bestehen hat. Hier besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem Bedürfnis des Mieters an einer ganztägigen Versorgung mit Warmwasser und der Verpflichtung des Vermieters, zentrale Heizungsanlagen, die im Regelfall auch die Warmwasserversorgung gewährleisten in energiesparender Art und Weise zu betreiben.

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14.09.2006
Familienrecht
Kindesunterhalt beim so genannten Wechselmodell

Das Oberlandesgericht Karlsruhe (Beschluss vom 05.12.2005 – Aktenzeichen: 2 UF 10/05) hat sich mit der Barunterhaltsverpflichtung beider Elternteile beim so genannten Wechselmodell befasst.Beim Wechselmodell wird ein gemeinsames Kind durch beide Elternteile in ungefähr gleichwertigem Umfang betreut. Beide Eltern haben dann in gleichem Umfang für den Barunterhalt und den Betreuungsunterhalt eines Kindes aufzukommen.

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04.09.2006
Mietrecht
Schönheitsreparaturen - Wer hat diese zu tragen?

1. Grundlegendes
Nach einhelliger Meinung umfasst der Begriff der Schönheitsreparaturen in Anlehnung an die unmittelbar nur für preisgebundenen Wohnraum geltenden Definition in § 28 Abs. 4 Satz 4 II. BV, die gleich lautend mit § 7 Abs. 2 Mustermietvertrag 1976 des Bundesjustizministeriums ist, das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und der Heizkörper einschließlich der Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen. Umfasst ist mithin nahezu ausschließlich die malermäßige Beseitigung der üblichen Dekorationsmängel infolge der unvermeidlichen Abnutzung der Räume durch den vertragsgemäßen Gebrauch des Mieters.

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01.09.2006
Verkehrsrecht
Eine Prämienerhöhung in der Kasko kann ersatzfähiger Schaden sein

Nach dem Leitsatz des BGH in seinem Urteil vom 25.04.2006 haftet der Schädiger bei einem Verkehrsunfall auch bei nur anteiliger Schadensverursachung für den Schaden der Rückstufung, der dadurch eintritt, dass der Geschädigte die Kaskoversicherung in Anspruch nimmt.

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18.08.2006
Verkehrsrecht
Wann grobe Fahrlässigkeit bei einem Rotlichtverstoß anzunehmen ist

Das OLG Oldenburg hat in einer zurückgewiesenen Berufung vom 25.07.2006 auf ein erstinstanzliches Landgerichtsurteil am Rande mit entschieden und noch einmal ausdrücklich klargestellt, dass jemand einen Verkehrsunfall grob Fahrlässig verursacht, wenn er unter Missachtung einer ein Rotlicht zeigenden Lichtzeichenanlage (LZA) in den Kreuzungsbereich einer Straße einfährt.

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05.07.2006
Steuerrecht
Änderungen im Steuerrecht seit Juni 2006

Die große Koalition scheut sich zur Finanzierung ihrer Reformvorhaben nicht, Leistungen zu kürzen und mehr Geld einzutreiben: ein kleiner Überblick über größte Steuererhöhung in der Geschichte der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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24.05.2006
Mietrecht
Klauseln in Mietverträgen zur Schönheitsreparatur weiter im Fluss – „Tapetenklausel“ unzulässig

In seinem Urteil vom 05.04.2006 – VIII ZR 152/05 hat der Bundesgerichtshof (BGH) wiederholt Stellung genommen zu formularmäßig enthaltenen Klauseln in Mietverträgen. Er bekräftigt hier seine Rechtsprechung, nach dem starre Fristen in Mietverträgen unwirksam sind und zur Unwirksamkeit der Klausel führen. Zudem hat der BGH entschieden, dass eine vorformulierte Klausel, nach der ein Mieter verpflichtet ist, bei Auszug alle Tapeten zu beseitigen, unwirksam ist.

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16.05.2006
Mietrecht
Mieter haben nur in Ausnahmefällen einen Anspruch auf Überlassung von Rechnungskopien zur Betriebskostenabrechnung

Nach einem Urteil des BGH vom 8.3.2006 - VIII ZR 78/05 müssen Vermieter preisfreien Wohnraums ihren Mietern regelmäßig keine Fotokopien der Abrechnungsbelege zur Betriebskostenabrechnung überlassen. Der Mieter kann auf die Einsichtnahme in die Rechnungsbelege verwiesen werden. Nur ausnahmsweise ist eine Belegzusendung durch den Mieter einforderbar - zum Beispiel dann, wenn der Vermieter bzw. dessen Verwaltung an einem wohnungsfernen Ort ansässig ist.

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11.05.2006
Versicherungsrecht
Anwaltskosten sind ersatzfähige Kosten des Geschädigten, wenn die Geltendmachung von Ansprüchen gegen die eigene Versicherung erforderlich war

In seinem Urteil vom 10. Januar 2006 - VI ZR 43/05 nimmt der BGH einmal mehr dazu Stellung, dass es für den Geschädigten erforderlich sein kann, mittels der sofortigen Einschaltung eines Anwalts gegenüber seiner eigen Unfallversicherung, seine Ansprüche dort durchzusetzen. Diese Kosten sind dann vom Schädiger bzw. einer möglicherweise ersatzpflichtigen Haftpflichtversicherung zu tragen.

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26.04.2006
Familienrecht
Bundesverfassungsgericht entscheidet über Verpflichtung des Unterhaltsschuldners zur bundesweiten Arbeitssuche

Laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 29.12.2005 (AZ: 1 BvR 2076 / 03) setzt die Verpflichtung eines unterhaltspflichtigen Erwerbslosen zur bundesweiten Arbeitssuche im Einzelfall die Prüfung voraus, ob eine bundesweite Arbeitsaufnahme unter Berücksichtigung seiner persönlichen Bindungen, insbesondere des Umgangsrechts mit seinen Kindern, zumutbar ist.

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06.04.2006
Gesellschaftsrecht
Preiserhöhungen in allgemeinen Geschäftsbedingungen von Abonnement-Fernsehverträgen

Nach Ansicht des Landgerichts München I dürfen Pay-TV-Anbieter in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht regeln, dass sie das Programmangebot und damit die Preisstruktur ohne weiteres zum "Vorteil" ihres Kunden ändern dürfen.

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03.04.2006
Mietrecht
Zu den Voraussetzungen des Abschlusses eines Maklervertrages bei Bestandsobjekten

Da sich die Kaufinteressentin bewusst ein bestimmtes Objekt habe zeigen lassen, ist ein stillschweigender Maklervertrag zustande gekommen.

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27.03.2006
Familienrecht
Reduzierung der Unterhaltspflicht des Kindesvaters

Die Unterhaltspflicht des Kindesvaters kann reduziert werden, wenn er das Kind tagsüber überwiegend betreut

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17.03.2006
Verkehrsrecht
Farbabweichungen eines Neuwagens stellen einen Sachmangel dar

Das OLG Köln hat in seinem Beschluss vom 14.10.2005 – 20 U 88/05 festgestellt, dass die Farbe eines Kraftfahrzeugs zu den Beschaffenheitsmerkmalen eines Neuwagens zählt. Es ist für den Käufer bei seiner Kaufentscheidung maßgeblich, welche Farbe das Fahrzeug haben soll. Weicht die Farbgestaltung des gelieferten PKWs von dem bestellten Fahrzeug ab, so kann der Käufer sich auf die Gewährleistungsrechte berufen.

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13.03.2006
Familienrecht
Exfrau muss Kosten für Privatdetektiv tragen

Nach einem Beschluss des OLG Schleswig sind die Kosten für die Beauftragung eines Detektivs (zum Nachweis der Verwirkung eines Unterhaltsanspruchs) dann als notwendig zu erachten, wenn die Ermittlungen aus der Sicht des Auftraggebers zur Erhärtung eines konktreten Verdachts erforderlich waren und sie prozessbezogen sind.

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06.03.2006
Existenzgründung
Noch bis 30.06.2006 ist die Gründung einer ICH-AG möglich

Zusammenführung von Existenzgründerzuschuss („Ich-AG“) und Überbrückungsgeld nach 30.06.2006

Am 15.12.2005 hat der Bundestag in zweiter und dritter Lesung  das "Fünfte Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze“ verabschiedet.

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06.03.2006
Verkehrsrecht
Im Auto nicht angeschnallt sein und dabei telefonieren kann teuer werden

Auch bei einem kurzen Halt vor einer Ampel oder auch einer Schranke gilt: Gurtpflicht und Handyverbot. So urteilte das OLG Celle in seinem Beschluss vom 24.11.2005 - 211 Ss 111/05. Ein kurzzeitiges verkehrsbedingtes Anhalten beseitigt nicht die Gefahrenlage, die der Kraftfahrer nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) vermeiden soll.

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28.02.2006
Familienrecht
Scheinvater muss Kosten der Vaterschaftsanfechtung zahlen

"Nach einem Urteil des OLG Jena vom 05.08.2005 steht dem Scheinvater, der seine durch Anerkenntnis begründete rechtliche Vaterschaft erfolgreich angefochten hat, kein Anspruch auf Ersatz der Kosten des Vaterschaftsanfechtungsverfahrens gegenüber dem Erzeuger zu."

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27.02.2006
Gesellschaftsrecht
Die Haftung des einer BGB-Gesellschaft beitretenden Gesellschafters für Altverbindlichkeiten

Der BGH hat in seinem Urteil vom 12.12.2005 – II ZR 283/05 entschieden, dass einen neu in eine GbR eintretenden Gesellschafter eine persönliche Haftung analog § 130 HGB für vor seinem Eintritte begründete Verbindlichkeiten der Gesellschaft trifft, auch wenn der Beitritt vor der Verkündung des Urteils zur Änderung der Rechtsprechung am 07.04.2003 – II ZR 56/02 geschehen ist.

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20.02.2006
Medizinrecht
Vereinbarung eines Ausfallhonorars bei der Nichteinhaltung eines ärztlichen Behandlungstermins durch den Patienten

Ein Urteil des Landgerichtes Berlin vom 15.04.2005 (Aktenzeichen: 55 S 310/04) beschäftigt sich mit der viel gestellten Frage, ob ein Arzt, der eine Bestellpraxis führt, seinen Patienten in Anspruch nehmen kann, wenn dieser schuldhaft den vereinbarten Behandlungstermin versäumt.

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16.02.2006
Verkehrsrecht
Autobahn hat Vorfahrt vor dem Beschleunigungsstreifen

Das OLG Köln hat in seinem Urteil vom 24.10.2005 (Az.: 16 U 24/05, rkr.) entschieden, dass beim Einfädeln auf die Autobahn kein „Reissverschlussverfahren“ gilt. Es hat der Verkehr auf der durchgehenden Spur Vorrang. Derjenige, der auf der blockierten Spur steht, hat keinen Anspruch darauf, im „Reissverschlussverfahren“ in die durchgehende Spur zu gelangen. Auch bei zähfließendem Verkehr gilt für das Einfädeln vom Beschleunigungsstreifen auf eine Autobahn das „Reißverschlussverfahren“ nicht. Der Verkehr auf den durchgehenden Fahrspuren hat Vorrang.

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11.02.2006
Arbeitsrecht
Kündigungsschutzklage - Klagefrist
Sehr häufig verlieren Arbeitnehmer ihren Rechtschutz gegen eine Kündigung, in dem sie nicht rechtzeitig Klage vor dem Arbeitsgericht erheben. Zwei Entscheidungen aus der jüngsten Zeit beschäftigen sich mit der dreiwöchigen Klagfrist nach § 4 Kündigungsschutzgesetz.

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07.02.2006
Mietrecht
Kautionsrückgabe bei Mietverhältnissen mit Eigentumswechsel vor dem 01.09.2001
Verlangt der Mieter von dem Erwerber eines vor dem 1. September 2001 veräußerten Grundstücks die Rückgewähr einer an den früheren Vermieter geleisteten Kaution, so trägt er grundsätzlich die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die geleistete Sicherheit dem Erwerber ausgehändigt worden ist.

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19.01.2006
Arbeitsrecht
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Aufhebung der Steuerfreiheit von Abfindungen

 
Eine für das Arbeitsrecht besonders bedeutende Änderung ist die Aufhebung der § 3 Nr. 9 Einkommensteuergesetz (EStG), nach der bei einer Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes grundsätzlich ein Betrag in Höhe von 7.200,00 € und für ältere Arbeitnehmer mit längerer Betriebszugehörigkeit selbst höhere Beträge steuerfrei waren.

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19.12.2005
Verkehrsrecht
Nutzungsausfallentschädigung und Mietwagenkosten nach Verkehrsunfall

Eines der aktuellen Probleme im Verkehrsrecht ist die Frage nach dem Ersatz der Nutzungsausfallentschädigung und der Mietwagenkosten, wenn der eigene Wagen durch ein Verschulden eines Schädigers sich nicht mehr im betriebsbereiten Zustand befindet oder aufgrund einer durchzuführenden Reparatur nicht genutzt werden kann.

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10.12.2005
Arbeitsrecht
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Arbeitslosengeld II-Bezug und Nebeneinkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und abhängiger Beschäftigung
Im Fall des Bezugs von Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitslose nach dem Sozialgesetzbuch, Zweites Buch (Hartz IV) kann sowohl durch abhängige Beschäftigung als auch selbstständige Tätigkeit ein Hinzuverdienst erzielt werden.

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30.11.2005
Sozialversicherungsrecht
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Sozialversicherungsrechtlicher Status von mitarbeitenden Familienangehörigen und geschäftsführender Gesellschafter
Häufig werden Familienangehörige in Dienstleistungsunternehmen, Arztpraxen, Apotheken, in der Gastronomie oder Handwerksbetrieben für ihre nächsten Verwandten tätig. Insbesondere ist es in Familienbetrieben häufig der Fall, dass die Ehepartner, Söhne, Töchter abhängig beschäftigt sind.

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